Montagsausflug zu den Märzenbechern

Pünktlich zum Frühlingsanfang standen tausende Märzenbecher oberhalb des Kirbachs, in der Nähe von Freudental, in voller Blüte. Der Weg dorthin war allerdings eine Schlammschlacht. Als Belohnung gab es einen ganzen Wald voll strahlend, weiß blühender Märzenbecher, die ausgiebig bestaunt und fotografiert wurden.
Der nächste Ausflugspunkt war die kleine Gemeinde Freudental.
Auf den Spuren jüdischen Lebens spazierten die Montagswanderer zum jd. Friedhof. Im Jahre 1811 wurde dieser Friedhof am Steinbachtal angelegt. Noch bis 1970 fanden Bestattungen statt.
Am 4.Oktober 2007 wurde diese Ruhestätte dann leider geschändet.
Mehr als 65 Grabsteine umgeworfen, zerstört oder mit Nazisymbolen beschmiert. Die Täter wurden nie gefasst.
In Freudental führte der Weg dann zum ehemaligen Judenschlössle. Bereits im 18. Jahrhundert wohnten hier 6 jüdische Familien. Die Synagoge in unmittelbarer Nähe wird heute als Lern- und Begegnungsstätte für junge Menschen geführt.
Das im Barockstil 1729 erbaute Schloss diente neben vielen anderen vorherigen Bewohnern, Friedrich I. ,König von Württemberg als Sommersitz.
Heute ist das Schloss mit seiner ausgedehnten Parkanlage in Privatbesitz. Das königliche Lieblingspferd Helene wurde im Freudentaler Wald zu Grabe getragen. Ein Denkmal erinnert an die treue Seele.
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2 Kommentare
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Michael Harmsen aus Weinsberg | 03.03.2020 | 08:43  
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Gudrun Vogelmann aus Bad Friedrichshall | 03.03.2020 | 14:22  
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