Was soll ich heute kochen?

Föhrenberg, wolkenumkränzt
Da bis dahin noch ein bisschen Zeit war ging es erst einmal raus ins Autal.
Das Autal liegt ja fast vor der Haustür von Ellhofen, und ist für mich eine beliebte Wanderecke, die ich je nach Zeit ausdehnen kann.
Mit meinem Humpelfuß reichten heute 2 Stunden.
Kurz nach dem Start sah ich auch schon das erste Küchenkraut, die Knoblauchrauke, Alliaria petiolata
Diese Pflanze kommt aus der Familie der Kreuzblütengewächse, und riecht nicht so penetrant wie Bärlauch.
Ich verwende die Blätter für den Salat, oder auch für ein Pesto. Mit dem Pesto würze ich Salatsoßen.
Also ein Teil des Abendessens war gefunden. Mein Weg führte mich des Aubachs entlang auf einem breiten Waldweg in Richtung der B 39 zum Gehöft Neuhaus. Hier stand auch ein Teil meines Essens?
Nein an Lammrücken habe ich nicht gedacht, aber die Aussicht auf den Schwäbisch-fränkischen Wald genossen.
Mein Weg führte mich über den Damm zum Bärlauch (Allium ursinum ) der schon blüht, teilweise aber noch Knospen hat.
Ein Bärlauch Rahm Süppchen wäre auch nicht schlecht, aber mit der besseren Hälfte nicht zu machen.
Also bleibt nur Pesto übrig, und die Knospen in den Salat.
Meine Suche musste weiter gehen, ich hatte ja noch keine Idee für ein Hauptgericht.
Entlang des Tulpenfeldes machte ich mich auf die Höhe in Richtung Sulmtalblick. Hier steht ein Bänkle oberhalb eines historischen Postweges für eine kurze Rast.
Kaum war ich im Wald fiel mir auch ein Hauptgericht ein. Wie wär es mit Dinkelspagetti und
Steinpilzersatz ? Schon sah ich am lichten Waldrand die Pflanze dafür. Zart mit samtenen Blättern stand der Waldziest (Stachys sylvatica) da.
Die jungen Triebe der Pflanzen eignen sich hervorragend für ein nach Steinpilz schmeckendes Pesto.
Wenn ihr die zarten Blätter mit den Fingerspitzen verreibt könnt ihr den pilzigen Geschmack riechen.
Mit einem guten Olivenöl, Walnüssen oder Pinienkernen zu einem Pesto verarbeitet, und das ideale Sommergericht ist fertig. Knoblauchrauke und Waldziest wachsen den ganzen Sommer wieder, an den gemähten Waldrändern nach.
Was fehlte noch, ach ja Salat. Ein typisches Weinbergs Gewächs ist der wilde Feldsalat (Valerianella locusta )
An meinem Lieblingsplatz unterhalb des Föhrenbergs wuchs in den Weinbergen das zarte Pflänzchen.
Mit genug Ideen für ein Essen kam ich nach 2 Stunden an mein Auto zurück.
2
1 4
3
3
3
3
1
1
1
3
1
2
1 2
1
5 5
3
3 3
3
10
Diesen Autoren gefällt das:
Lesen Sie auch die Bildkommentare zum Beitrag
5 Kommentare
3.039
Gudrun Schickert aus Künzelsau | 03.05.2021 | 17:19  
4.757
Daniela Somers aus Untergruppenbach | 03.05.2021 | 18:18  
3.039
Gudrun Schickert aus Künzelsau | 03.05.2021 | 19:13  
7.789
Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 03.05.2021 | 23:16  
2.291
Elke Pfeiffer aus Neckarsulm | 04.05.2021 | 05:28  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.