Kirche /Vortrag -Juliane von Krüdener, eine Persönlichkeit in krisenhafter Zeit.

Eppingen: Kunst- und Begegnungshaus - Adelshofen | Nach den Schrecken der Napoleonischen Kriege waren es herausragende Persönlichkeiten, wie der Theologe Albrecht Bengel und Juliane von Krüdener, die wesentlichen Einfluss auf das Zustandekommen der 1815 geschlossenen Heiligen Allianz zwischen Preußen, Österreich und Russland hatten. Juliane wurde im Laufe ihres wechselvollen Lebens von der Herrnhuter Brüdergemeinde inspiriert.
In Napoléon sah sie den in der Offenbarung des Johannes benannten Engel des Abgrundes, den Antichristen.
Gemeinsam mit der Cleebronner Maria Gottliebin Kummer hatte sie deshalb im Jahr 1809 im Zabergäu auf dem Landgut Katharinenplaisir unterhalb des Michaelsberges eine christliche Gemeinschaft gegründet. Im festen Glauben, dass das Ende der Welt angebrochen sei und die Wiederkunft Jesu kurz bevorstünde. Juliane hatte starken religiösen Einfluss auf die Petersburger Gesellschaft, insbesondere auf den zur christlichen Mystik neigenden Zaren Alexander, den sie bei einem Aufenthalt in Heilbronn kennengelernt hatte und dessen geistige Freundin sie wurde. Sie vertrat den Zaren 1815 auf dem Wiener Kongress. Die Verbindung von Exzentrik und Sendungsbewusstsein hatte die Adlige in die höchsten gesellschaftlichen und politischen Kreise geführt, in denen sich religiöse und nationale Vorstellungen fanden.
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