Kultur im Kraichgau. Niccolo Paganini. Ein Leben zwischen den Höhen des Ruhms und den Tiefen der Verzweiflung.

Eppingen: Kunst- und Begegnungshaus - Adelshofen | 1782. Noch herrschen Könige und Kaiser. Noch tragen die Männer gepuderte Perücken. Doch das wird sich bald ändern. Alte Zöpfe werden abgeschnitten. Es ist der Vorabend der Französischen Revolution. In diesem geschichtsträchtigen Jahrzehnt wird Niccolò Paganini 1782 in der italienischen Stadt Genua geboren. Bestaunt und bewundert als einer der größten Virtuosen seiner Zeit . Bis heute.
 Der strenge, erbarmungslose Vater zwingt den jungen Niccolò von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang Geige zu üben - und das jeden Tag. 1828 verlässt Paganini Italien.  Seine virtuose Spielweise, seine leidenschaftliche Art sowie seine Ausstrahlungskraft versetzen das Publikum in Erstaunen. Die Menschen toben.  Frauen fallen in Ohnmacht unter seiner Musik. Seine Konzertreisen machen ihn von Paris über London bis Wien berühmt. In einer verdunkelten Kutsche fährt er von Stadt zu Stadt. Und dann isst er fast nichts. Er gönnt sich höchstens eine Tasse Tee. Selbst im Sommer trägt er Pelz, denn er friert ständig. Paganini profitierte von der brodelnden Gerüchteküche. Regelmäßig sorgte er auch für neuen Gesprächsstoff. Etwa indem er nachts auf den Friedhof ging und dort ein Konzert für die Toten spielte.
Als Paganini 1840 in Nizza stirbt, verweigert ihm die Kirche ein christliches Begräbnis.
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