Kunst im Kraichgau – Fritz von Uhde.

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Fritz_von_Uhde...(Leipzig).jpg (Foto: Fritz von Uhde)
Eppingen: Kunst- und Begegnungshaus - Adelshofen | Er ist der stille und bescheidene unter den Malern. Fritz von Uhde  wurde im Revolutionsjahr 1848 auf Schloss Wolkenburg in Sachsen geboren.
Vieles von dem, was ihn ausmachte, verdankt er seinem Elternhaus. Der Vater, Jurist und Konsistorialrat der Evangelischen Landeskirche von Sachsen, brachte das Talent zum Zeichnen in die Familie. Der Großvater leitete die königlichen Museen von Dresden.

Mit Unterstützung seiner Eltern begann Fritz das Studium der Malerei an der Kunstakademie Dresden.
Mit dem Bild „Lasset die Kinder zu mir kommen“ schuf von Uhde 1884 sein erstes religiöses Gemälde. Er wollte die Geschichte des Neuen Testaments in enge Beziehungen zur Gegenwart setzen. Obwohl von adliger Herkunft hatte er dabei einen Blick für die soziale Not im Kaiserreich.
Zum Bild: Vor einem altdeutschen Bücherschrank sitzt ein langhaariger, abgemagerter Heiland, barfüßig in schlotterndem Armeleutegewand. Rings um umringt von armen, aber reinlich gekleideten Kindern. Fritz von Uhde hat dieses fast drei Meter breite Bild 1884 in Leipzig gemalt. Und damit wurde er bekannt. Um 1900 gab es im Kaiserreich Hunderttausende von Reproduktionen dieses Bildes. Auch hier im Kraichgau. Uhde war der christliche Maler Deutschlands geworden und dennoch von Kaiser und Kirche abgelehnt und in Vergessenheit geraten.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.