Corona zum Trotz - Gut besuchter Sommerschnittkurs

Obstbaumeister Peter Burger bei seinen Ausführungen
Bei 38 Grad im Schatten war der diesjährige Sommerschnittkurs eine schweißtreibende Angelegenheit. Aus vielen Kraichgaudörfern waren die 20 Teilnehmer in die weitläufige Anlage des Obsthofes von Familie Thorsten Veith nach Rohrbach gekommen.
Mit hochinteressanten Unterweisungen an verschiedenen Obstbäumen entlang der Nordseite des Aussiedlerhofes vermittelte Obstbaumeister Peter Burger vom Julius-Kühn-Institut wieder viel Fachwissen. Zunächst erklärte er die Vorteile des Sommerschnitts: weniger Pilzinfektionen, bessere Wundverheilung, triebberuhigende Wirkung, bessere Belichtung von Schattenfrüchten, angenehmeres Arbeiten als im Winter. Als Nachteile führte er die Sonnenbrandgefahr für die freigestellten Früchte und Äste an. Der Sommerschnitt sei für alle Obstarten sinnvoll, deren Wachstum gebremst werden soll. Dies werde erreicht, indem die Laubmasse reduziert und dadurch Energie vernichtet wird. Maßgeblich für die Beurteilung, ob das Wachstum stark oder schwach ist, sei die Länge der einjährigen Triebe. Wegen der derzeitigen großen Sonneneinstrahlung schnitt Burger sehr behutsam die Obstgehölze zurück, hierbei insbesondere einjährige Triebe (Wasserschosse), nicht fruchtendes Altholz und kranke Triebe. Er empfahl, Süßkirsch- und Aprikosenbäume erst bei oder nach der Ernte zu schneiden. Weitere Fragen der Teilnehmer konnten in Gesprächen in der kühlen und weiträumigen Maschinenhalle bei von Thorsten Veith und Conny servierten Grillwürsten und Getränken diskutiert werden.
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