Größte Apfel- und Birnenausstellung Baden-Württembergs 2019 in Rohrbach

Mehrere Hundert Besucher kamen bei sonnigem Septemberwetter am 100-jährigen Jubiläumsfest des Obst- und Gartenvereins Rohrbach zu der ehemaligen Rohrbacher Dreschhalle, um die größte Apfel- und Birnenausstellung Baden-Württembergs des Jahres 2019 zu bestaunen. Hermann Schreiweis und Klaus Rupp vom Pomologen-Verein präsentierten auf zwei langen Tischreihen 300 Apfel- und Birnensorten. Der nach Pomona, der römischen Göttin der Obstfrüchte benannte Verein, engagiert sich für die Erhaltung der Obstsortenvielfalt. Als Folge der Spezialisierung des Handels und dem dadurch entstehenden Verlust der genetischen Vielfalt gehen wertvolle Eigenschaften und Krankheitsresistenzen verloren. Besonders durch den Klimawandel sowie bakteriellen oder virösen Erkrankungen erfahren alte Sorten eine immer größere Bedeutung. Den Besuchern wurde bewusst, dass Streuobstwiesen und deren Früchte das erhaltenswerte Erbe unserer Ahnen sind. Die verschiedenen Obstsorten sind auch von großem ökologischen Wert, da sie zu unterschiedlichen Zeiten blühen. So waren seltene Sorten wie der Apfel „Hilde“, die Birne „Großer französischer Katzenkopf“ sowie die größte Apfelsorte der Welt „Manga Super“ zu sehen. Absoluter Star war aber die 1915 von Iwan W. Mitschurin in Russland gezüchtete rotfleischige Apfelsorte „Roter Mond“, die bereits seit 1922 in Rohrbach a.G. beheimatet ist. Großes Lob ernteten die beiden Pomologen von den teilweise aus ganz Baden-Württemberg und darüber hinaus angereisten Interessenten. Die weiteste Anreise hatte Richard Strüb aus dem Elsass, der sagte „das ist ein echter Maßstab, der alles bisher Gesehene in den Schatten stellt“. Tobias Ebenau aus Bad Kreuznach, vom betörenden vielfältigen Obstduft tief beeindruckt, meinte gar „kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.“
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