Gut besuchter Ziergehölze-Schnittkurs im Baugebiet „Herrenäcker“

Gärtnermeister Ernst Strecker inmitten einiger Teilnehmer
Vom Wetter her war der Kurs eine ziemliche Herausforderung. Da eine kurzfristige Verlegung nicht möglich war, wurde die Veranstaltung trotzdem abgehalten. Zur großen Überraschung fanden sich trotz Nieselregen 20 Gartenfreunde im Vorgarten von Familie Alexander Wagner ein. Einleitend empfahl Gärtnermeister Ernst Strecker bei der Neuanlage eines Gartens mit einem Gartenplan zu arbeiten, um den besten Standort für Ziergehölze zu bestimmen. Denn die verschiedenen Gehölze brauchen entsprechend Raum, damit sie ihre natürliche Wuchsform entwickeln können. Fachmännisch schnitt sich Strecker entlang der Vorgärten der Mühläcker Straße und erläuterte, um welche jeweiligen Ziergehölze es sich handelt und ob das Gehölz am diesjährigen, ein-, zwei- oder mehrjährigen Holz blüht. Wichtig sei der richtige Schnittzeitpunkt. Eine alte Regel besagt „Schneide die Frühjahrsblüher nach der Blüte und die Sommerblüher nach der Vegetationsruhe“. Denn würde man die Frühjahrsblüher im Frühjahr schneiden, würden ja die Blüten weggeschnitten. Strecker, der seit fast dreißig Jahren die Ziersträucherkurse in Rohrbach leitet, zeigte, wie mit gezieltem Schnitt die Bildung neuer Frucht- und Blütentriebe gefördert und die Gehölze in ihrer natürlichen Wuchsform gehalten werden können. Besonders wichtig sei, stark verholzte, alte Triebe an der Basis abzuschneiden oder zumindest auf Jungtriebe abzuleiten. Am Kursende waren alle Teilnehmer hoch zufrieden, denn Strecker war es wieder gelungen, durch seine direkte, mitunter sarkastische Art, sein Fachwissen in einer leicht verständlichen Ausdrucksweise weiterzugeben. Bei von den OGV-Vorsitzenden Bettina Pacius-Kistler und Josef Kuhmann servierten Getränken, Kaffee, Hefezopf und Brezeln konnte abschließend noch so manches Gartenthema besprochen werden.
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