Osterbrunnen: Strahlender Blickfang vor dem Kindergarten

Oster-Brunnenkrone vor dem Rohrbacher Kindergarten
Sie fällt ins Auge, die prächtige Osterkrone auf den aus der Gießhübelmühle stammenden Mahlsteinen. Rechtzeitig zum Palmsonntag hatten wie schon in den zurückliegenden Jahren die Eheleute Elisabeth und Josef Fersch eine wunderschöne Krone für den Dorfbrunnen vor dem Kindergarten gefertigt. In vielen Stunden hatten die beiden aktiven Mitglieder des OGV Rohrbach in ihrem privaten Anwesen die Krone aufgebaut und dekoriert. Hierzu mussten nicht nur die Grüngirlanden auf das vorhandene Stahlgestell geflochten werden, sondern auch viele bunte Eier, farbige Bänder, Palmkätzchen und Gehölzreisig integriert werden. Nachdem vor dem Aufsetzen der Krone eine tagelange Kälteperiode herrschte, passte am 24. März auch das Wetter. Es war frühlingshaft warm. Da nach der Winterzeit die Quellen und Brunnen reines Wasser haben sollten, wurden diese ursprünglich – um die Götter und Brunnenelfen wohlgesonnen zu stimmen – festlich geschmückt. Dieser heidnische Brauch wurde im Zuge der Christianisierung in die christliche Osterzeit übernommen. Als es in Rohrbach die zentrale Wasserversorgung noch nicht gab, kam den Dorf-, Haus- und Hofbrunnen ein lebenswichtiger Stellenwert zu. Wenn auch der Mahlsteinbrunnen vor dem Kindergarten kein Brunnen im historischen Sinn ist, so gibt er doch eine gute Gelegenheit, auf die alte Brunnentradition hinzuweisen und stellt auch eine Verbindung zur bei Rohrbach gelegenen Gießhübelmühle her, die dem Dorf Rohrbach seinen Namenszusatz „am Gießhübel“ gibt. Der Dank gilt rückblickend auch Eckhard Schmidt, der vor über 40 Jahren mit einem Team die glänzende Idee der Brunnengestaltung vor dem Kindergarten umsetzte. Mittlerweile kommen sogar Leute von auswärts nach Rohrbach, um das schöne Osterwerk zu besichtigen.
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