Bewerbungsverfahren für Landarztquote war voller Erfolg. Kommunen als Sprachrohr für das Landärzteprogramm aktivieren

„Die von der CDU-Landtagsfraktion initiierte Landarztquote ist ein voller Erfolg. Trotz einer sehr engen Frist zur Anmeldung – Bewerbungsphase 2021/2022 dauerte nur von 26. April bis 7. Mai – sind 446 Bewerbungen beim zuständigen Sozialministerium Baden-Württemberg eingegangen“, freut sich der Landtagsabgeordnete aus Eppingen, Dr. Michael Preusch. Bereits seit Jahren fordert die CDU-Landtagsfraktion die Einführung einer Landarztquote, um verbindlich mehr Hausärzte für unterversorgte Gebiete zu gewinnen. „Denn diese Medizinerinnen und Mediziner werden händeringend in den Kommunen gesucht“, weiß Dr. Michael Preusch.

Mit der Landarztquote – die Teil einer Strategie ist, um die ärztliche Versorgung im Ländlichen Raum sicherzustellen – werden künftig jährlich 75 neue Studienplätze an Studienanfänger in der Humanmedizin vergeben, die Landarzt werden möchten, aber nach dem herkömmlichen Verfahren keinen Studienplatz bekommen haben. Diese Studierenden verpflichten sich, nach ihrem Abschluss in einem Gebiet zu arbeiten, in dem es einen Ärztemangel gibt. „Ich freue mich jetzt über die aktuellen Zahlen“, sagt CDU-Politiker Dr. Michael Preusch. Von den 446 Bewerbungen werden nun 150 Personen in die Auswahlgespräche gehen, von denen 75 noch 2021 einen Studienplatz erhalten werden. Das neue Konzept sei keine Abkehr von schulischen Leistungen als Zugangsvoraussetzung für ein Studium. „Wir wissen aber auch, dass ein Abiturzeugnis alleine nicht den qualifizierten Arzt ausmacht“, ist sich Dr. Michael Preusch, der sich als Hochschullehrer auch in der Ausbildung von Medizinstudierenden engagiert, sicher.

„Wann das genaue Bewerbungsverfahren für das Jahr 2022 beginnt, wird im Sommer feststehen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass beim kommenden Verfahren eine längere Bewerbungsphase besteht. Die Frist für das Verfahren wird am 31. März 2022 enden“, erläutert Dr. Michael Preusch das künftige Verfahren, welches dann über ein Online-Portal erfolgt. Details hierzu werden zu gegebener Zeit über das Wissenschafts- bzw. über das Sozialministerium veröffentlicht.

Abschließend betont der CDU-Landtagsabgeordnete und Mediziner Dr. Preusch auch die Rolle der Kommunen: „Interessierte und engagierte junge Menschen müssen vor Ort über das von der Landes-CDU initiierte Angebot informiert und zu dem Thema abgeholt werden.“ Zielgruppe seien unter anderem Pflegekräfte oder Menschen die sich beispielsweise im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Rettungsdienst engagieren. Neben der Zukunft der ärztlichen Versorgung unterstütze das Konzept auch das ehrenamtliche, soziale Engagement vor Ort, da dieses unter anderem als ein Auswahlkriterium bei der Studienplatzvergabe berücksichtigt wird. Dies sei ein entscheidender Punkt in der gesellschaftlichen Entwicklung vor Ort, betont Dr. Michael Preusch. In einem Schreiben an die Bürgermeister im Wahlkreis hat der Abgeordnete deshalb auf das Konzept der Landarztquote hingewiesen und diese um Werbung für das Landärzteprogramm gebeten. Gleichzeitig sagte er seine Unterstützung diesbezüglich zu.
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