Von Einsatz zu Einsatz – Bilanz eines Wochenendes

Bereits von weitem konnte der Brand eines Strohballenhaufens gesehen werden. (Foto: Jean-Battiste Ambros)
 
Die Brandbekämpfung des Brandes eines Stopelackers erfolgte u.a. mit dem Monitor des Tanklöschfahrzeuges.
Alle Hände voll zu tun hat momentan die Freiwillige Feuerwehr Gemmingen. Innerhalb von 18 Stunden musste die Feuerwehr von Freitag, den 05.07. bis Samstag, den 06.07.2019 dreimal ausrücken. Insgesamt wurde die Gemminger Wehr damit in der ersten Juli-Woche sechs Mal alarmiert - ein extrem seltener Umstand.

Beginnend wurde die Feuerwehr Gemmingen am Freitag um 16:52 Uhr zur Unterstützung des Rettungsdienstes nach Gemmingen zu einer allgemein-medizinischen Arztpraxis gerufen. Die dort eingesetzten Kräfte des Rettungsdienstes benötigten zum Verbringen eines übergewichtigen Patienten zum Rettungswagen die Unterstützung der Feuerwehr. Mittels einfacher körperlicher Anstrengungen konnte dem Patienten geholfen werden.

Eine ruhige Nacht wurde den Einsatzkräften anschließend nicht gegönnt. Samstag früh (06.07.2019) wurden die Einsatzkräfte um 00:37 Uhr zu einem Brand im Gemminger Schlosspark, nahe des Pavillons am See alarmiert. Ein Passant bemerkte beim Nachtspaziergang den Brand und wählte umgehend den Euro-Notruf. Schnell wurde der Brand von der Besatzung des LF 2/42 der Abt. Stebbach gelöscht. Durch das schnelle Absetzen des Notrufes und das zügige Einschreiten der Feuerwehr konnte womöglich schlimmeres verhindert werden. Aufgrund der extremen Trockenheit der letzten Tage wäre ein Übergriff des Feuers auf tiefhängende Bäume oder eine Ausdehnung zu einem Flächenbrand sehr wahrscheinlich gewesen. Durch die Feuerwehr und die Polizei wurde der Park auf weitere Brandstellen abgesucht. Hierbei ergaben sich keine weiteren Hinweise.

Ein paar Stunden später wurde die Gemminger Wehr um 10:31 desselben Tages zu einem Flächenbrand in der Nähe des Schotterwerks Reimold alarmiert. Schon von weitem konnte die aufsteigende Rauchwolke ausgemacht werden. Auf der Anfahrt informierte die Leitstelle Heilbronn die eingesetzten Kräfte darüber, dass es sich hierbei um brennendes Stroh auf einem gemähten Getreidefeld handelte. Gleichzeitig zu den Gemminger Kräften wurde auch die Freiwillige Feuerwehr Eppingen alarmiert. Schwierigkeiten bereitete die Suche nach der Einsatzörtlichkeit, nachrückende Fahrzeuge wurden später über Funk und abgestellte Kräfte eingewiesen. Schnell wurde von der Besatzung des TLF 1/23 ein Löschangriff aufgebaut. Aufgrund der schlechten Wasserversorgung außerorts wurde über das LF 2/42, das TLF 1/23 und die in der Zwischenzeit eingetroffenen Eppinger Kräfte abwechselnd Wasser aus der Streichenberger Straße entnommen und in die Tanks der Fahrzeuge gefüllt. Somit konnte die Wasserversorgung beinahe lückenlos sichergestellt werden und der Brand effektiv bekämpft werden. Einem couragiertem Landwirt ist es zu verdanken, dass sich das Feuer nicht weiter ausbreiten konnte, indem er mit seinem Fahrzeug eine Furche um die Brandstelle zog. Für die Freiwillige Feuerwehr Gemmingen war es bereits der vierte Brand dieser Art in naher Vergangenheit. Die Polizei hat entsprechende Ermittlungsarbeiten aufgenommen.

Abschließend soll noch eines angemerkt werden: Leider haben sich einige Mitbürger auf unangebrachte Weise über die Inanspruchnahme der Sonder- und Wegerechte durch die Feuerwehr beschwert. Die Einsatzkräfte waren bei jedem Einsatz darum bemüht, zügig Schaden von Menschen oder Sachen abzuwenden und anderen Personen in einer hilflosen Lage zu helfen. Niemand war zum Spaß unterwegs oder setzte das Blaulicht und Martinshorn missbräuchlich ein!
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