Flößerei im Unterland

Lauffen um 1800, Floß und Stochernachen, Stuttgart, Württ. LB, graphische Sammlungen, Signatur: Schef.fol.4315
Beim Stammtisch des Zabergäuvereins im Gasthaus „Weinsteige“ in Güglingen hat der aktive Heimatforscher Günter Keller über die Bauholzflößerei, über Erkennungszeichen beim Floßholz an Gebäuden um Enz und Zaber und über die Art und Weise, wie das Holz auf dem Wasserweg transportiert wurde, in einem Power-Point-Vortrag den rund 30 Teilnehmern spannende Informationen geboten. Die Flößerei, der Holztransport auf dem Wasser, war vom frühen Mittelalter an bis zum Beginn des 20.Jahrhunderts unverzichtbar. In nahezu allen großen Bauwerken wurde Floßholz verbaut, bei uns vor allem Holz aus dem Schwarzwald. Floßholzdetektive an der Enz und im Zabergäu sind bei markanten Gebäuden - oft auf Kirchtürmen - in den letzten Jahren unterwegs, um nach sogenannten „Wiedlöchern“ zu suchen. Sie zeugen davon, wie mit entsprechend behandelten Sträuchern die mächtigen Baustämme für den Transport zu einem „Gestör“ zusammengebunden wurden. Bis zu 300m lang konnten dann auf dem Neckar die zu einem Floß aneinandergereihten Gestöre sein. Den Flößern, die solche Gefährte zu lenken hatten, wurde viel Kraft und Können abverlangt bei ihrem gefährlichen Beruf. Schmale Mühlenwehre behinderten die Fahrt. Verträge legten fest, was zu zahlen war. Städte mit Floßhäfen wie Heilbronn waren Nutznießer. sz
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