Neue Forschungsergebnisse zur Ruine Blankenhorn

Minnesänger, Stauferfreunde, weiße Frau - Stefan Weber (Bildmitte) berichtete anschaulich Neues aus der bewegten Geschichte der Burg Blankenhorn.
Rund 40 Mitglieder und Freunde des Zabergäuvereins versammelten sich zur Halbjahresveranstaltung auf der Ruine Blankenhorn oberhalb von Güglingen–Eibensbach. Dort führte Stefan Weber, der Sprecher und Initiator der „Interessensgemeinschaft Burg Blankenhorn“ durch das Areal der einstigen 1,2 ha großen Wehrburg und informierte über die reichhaltigen Forschungsergebnisse, welche die 2012 gegründete IG Burg Blankenhorn inzwischen präsentieren kann. 1220 – 1235 baute Heinrich von Neuffen, ein Parteigänger der Staufer, die eindrucksvolle Anlage. Die 18 m hohe und 23 m breite Schildmauer aus mächtigen Buckelquadern, in die fast 50 verschiedene Steinmetzzeichen eingemeißelt sind, beherrscht noch heute den Bergsporn. Die Lage der Burg, deren späterer Besitzer der berühmte Minnesänger Gottfried von Neuffen war, an der „Straße“ Cannstatt –Speyer brachte Einnahmen durch Zölle und Geleitrechte. Doch Kaiser Rudolf von Habsburg verlegte die Straße, die Burg verlor ihre strategische Bedeutung, die Besitzverhältnisse wechselten. Das Haus Württemberg schließlich setzte einen Forstmeister ein, der die Burg zu „demolieren“ hatte. Mit modernsten Mitteln entlockt heute die IG Burg Blankenhorn dem Boden spannende Geheimnisse der früheren Burganlage. sz
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