Römische Pflanzenwelt aus dem Zabergäu und Güglingen in Mainhardt vorgestellt

Der Güglinger Museumsleiter Enrico De Gennaro referierte im Mainhardter Römermuseum, das in der ehemaligen katholischen Schlosskirche des Fürstenhauses zu Hohenlohe-Bartenstein beheimatet ist. (Foto: Veranstalter/Römermuseum Mainhardt)
Güglingen: Römermuseum | Auch in diesem Jahr leistete Güglingen wieder einen Beitrag zur Reihe der „Mainhardter Vorträge zur Römerzeit“, die mittlerweile schon im dreizehnten Jahr läuft. Nachdem es im vorigen Jahr um die „Odyssee im Zabergäu“ mit den einzigartigen Reliefs aus Frauenzimmern ging, stand nun mit „Einblicke in die römische Pflanzenwelt“ ein botanisches Thema auf dem Programm.

Der Güglinger Museumsleiter Enrico De Gennaro legte zunächst dar, welche Landschaftsveränderungen sich von vor- bis in nachrömische Zeit nachvollziehen lassen. Das Zabergäu kann hier besonders gut illustriert werden: So verdeutlichen pollenkundliche Untersuchungen aus der Lauffener Neckarschlinge den Wandel der Pflanzenwelt als auch die damit zusammenhängenden Besiedlungsprozesse.

Den Schwerpunkt des Vortrages bildeten die umfangreichen Pflanzenfunde aus dem Vicus von Güglingen. Sie wurden bei den Grabungen verkohlt oder in Feuchtbodenerhaltung angetroffen. Die Vorstellung der dabei nachgewiesenen Pflanzen gliederte sich in die bereits in vorrömischer Zeit heimischen Pflanzen, in römischer Zeit eingeführte Nutzpflanzen sowie Unkrautpflanzen und jene, die Importe waren. In der Zusammenschau zeigte sich hinsichtlich der Standortfaktoren deutlich, wie kleinräumig im Vicus unterschiedlichste Gegebenheiten aufeinandertrafen.
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