Selbst gemachte Geister

 Wie macht man aus Kräutern Geiste? Mit dieser Frage beschäftigte sich Herr Herbert Hahn aus Heilbronn beim letzten Vortrag des Obst- und Gartenbauvereins Güglingen in der Herzogskelter.
Nur Pflanzenauszüge mit Alkohol werden als „Geiste“ bezeichnet; sie steigern sich über Essenzen und Tinkturen bis hin zu Elixieren.
Als Faustregel empfahl Herbert Hahn unabhängig von der jeweils herzustellenden Menge, ein Viertel Kräuter mit drei Vierteln Alkohol aufzufüllen. Ausnahmen machte er bei Hustenmitteln aus Huflattich: nur 20 Blüten kommen auf 0,7 l Alkohol., bei Rosmarin gar nur 30 Nadeln.
Die Heilwirkung der Geiste reicht vom Hustenmittel über Depressionen, Magenbeschwerden und Herzstärkung bis hin zur Linderung von Frauenleiden. Erstaunen rief sein Vorschlag zur Herstellung eines „Rumtopfs“ als Erkältungsschnaps hervor: vom Frühjahr bis zum Herbst alle Kräutlein nacheinander mit Alkohol aufgießen und am Schluss noch vier Wochen stehen lassen
Die zehn zu probierenden „Geiste“ fanden große Zustimmung bei den Teilnehmern, wobei der selbst hergestellte Schoko-Sahne-Likör sich als Lieblingsgetränk herausstellte. Daher wurde gleich der nächste Termin mit Herbert Hahnim Herbst vereinbart, wo er sich nur mit Likören beschäftigen wird.
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