Mit „Luther-Springerle“ auf Burg Guttenberg

Die Burgschenke auf dem Guttenberg war mit ca. 130 Besuchern voll besetzt.
Hassmersheim: Burg Guttenberg |

Mit rund 130 Besuchern war die Burgschenke auf dem Guttenberg bis auf den letzten der Plätze gefüllt. Über eine Stunde lang lauschten die Zuhörerinnen und Zuhörer interessiert den Ausführungen des Burgherrn, Bernolph Freiherr von Gemmingen. Die Evangelischen Kirchengemeinden Bonfeld und Fürfeld hatten zu diesem Vortrag als Teil der Reihe über die „Reformation im Kraichgau“ eingeladen.

Mit Texten und Bildern zeichnete der heutige Chef des Hauses in seinem Vortrag die Geschichte seiner Familie im 16. Jahrhundert und ihre Bedeutung für die Reformationsgeschichte im pfälzisch-fränkischen Raum nach.
Die Familie von Gemmingen-Guttenberg gehörte im 16. Jahrhundert zu den maßgeblichen frühen Förderern der Reformation. Ihr Patronatsrecht gab ihnen die Möglichkeit, lutherische Prediger und Pfarrer zu bestellen und sie sorgten dafür, dass schon 1521 in der familieneigenen Burgkapelle die erste evangelische Predigt im Unteren Neckartal gehalten wurde. Sie gewährten vielen reformatorischen Geistlichen Unterschlupf in ihrer Burg.
Am Ende seines Vortrages wartete Bernolph von Gemmingen mit einer Überraschung für seine Gäste auf. Seine Tante hatte eigens für diesen Abend 50 „Luther-Springerle“ gebacken, die von den Gästen begeistert mitgenommen wurden.
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