Als Kind im KZ – Online-Zeitzeugengespräch mit Garry Fabian

Garry Fabian berichtete im Online-Zeitzeugengespräch an der Wilhelm-Maybach-Schule über seine Erlebnisse als Kind im Konzentrationslager.
Garry Fabian, Journalist und Buchautor aus Australien sowie Zeitzeuge des Holocausts, ist über eine Internet-Liveschaltung zu Gast am Technischen Gymnasium der Wilhelm-Maybach-Schule gewesen. Den Kontakt hatten die Geschichtslehrer Holger Eisfelder und Dietmar Lenczak hergestellt.
In einer kleinen Einführung erzählte der gebürtige Stuttgarter Fabian davon, wie er 1942 im Alter von acht Jahren in das Ghetto bzw. Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurde. Er schilderte den schweren Alltag im Lager, in dem er als Jude keinen Schulunterricht erhielt, sondern u.a. für das Verarbeiten der Kleidung getöteter Wehrmachtssoldaten zuständig war. Seine Großeltern mütterlicherseits und seine Großmutter väterlicherseits wurden nahe Riga und in Litzmannstadt ermordet, während eine seiner Tanten in Auschwitz vergast wurde. Schließlich berichtete er von seiner ersehnten Befreiung durch Panzer der sowjetischen Roten Armee und von seinem Neuanfang in Australien, wohin er 1947 emigrierte.
In einer Gesprächsrunde mit den Schülerinnen und Schülern schlug der 86-Jährige immer wieder eine Brücke, wie er selbst sagt, zur Gegenwart. Es gehe darum, sie und die Zukunft zu gestalten, im Bewusstsein der Verantwortung: um ein „Nie wieder!“ – nie wieder Ausgrenzung, Hass, Krieg und Völkermord. [Eis]
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