Aschenputtel und ein tapferes Schneiderlein im Schwäbischen Wald?

Unser Aschenputtel mitten im Schwäbischen "Märchen"-Wald
 
Kaum vom Parkplatz weg, begleitete uns das Ochsenbächle hinauf zur Erlacher Höhe

Die Wochenendwanderung war wieder früh gestartet, da die Reservierung in der Einkehr nur um 12:30 Uhr möglich war und am Ende der Wanderung sein sollte. Schließlich sollen alle zwanglos an der Wanderung teilnehmen können. 

So traf man sich am P3 des Fuxi-Pfades bei der Hammerschmiede im Rottal und ging direkt Richtung Erlacher Höhe auf einem schmalen romantischen Pfad am Ochsenbächle entlang. Über einen Grenzstein mit einem stehenden Löwen haben sich die Wanderer bei der letzten Tour schon gewundert, doch die Recherchen brachten keine zufriedenstellende Lösung. Man findet die stehenden Löwen auch auf Silberstempeln, vielleicht hat es mit dem Silberstollen "Gabe Gottes" in Großerlach zu tun. Eine weitere Vermutung ist, dass der Stein nach den vielen Jahren am falschen Platz steht, denn weiter unten befindet sich der "Löwensteinweg". Oder sollte man bei der Namesgebung des Weges dort im Tal die Stelle der ehemaligen Steine falsch gedeutet haben? Hat das was mit der Stadt Löwenstein zu tun? Wer weiß das schon genau. Geschichte ist und bleibt eine stochastische (zufällige) Wissenschaft. Das heißt, es ist oft dem Zufall überlassen, ob man Beweise oder Belege für die Annahmen findet. In diesem Fall konnten wir zumindest im Internet nichts weiteres über den Stein erfahren.
Doch die Tour führte die kleine Wandergruppe über die Sulzbacher Straße den Dreckweg entlang. Bald darauf galt es von den üblichen Wanderrouten abzuweichen und die kleine Holzkugel aufzusuchen, die Klaus Waldbüßer in der Nähe aufgebaut hat. Später ging es den Steig zur Hohen Brach (587 m) hinauf. Sie ist die höchste Erhebung der Schwäbischen Fränkischen Waldberge und vom Turm oben hat man sicher einen tollen Ausblick. Der ist aber ein Funkturm und nicht öffentlich zugänglich. 
In Hohenbrach fand die Gruppe dann verschiedene Steinskulpturen am Weg ohne sie weiter zur beachten. Zielstrebig wurde das nächste Interesse, die Knappshöhle, angesteuert. Doch das Naturdenkmal "Eichen und Buchengruppe" weckte zwischendurch die Aufmerksamkeit und dort hinter den Bäumen Stand Aschenputtel. Die Skulptur erinnerte mit den Vögeln oder Tauben im Korb durchaus an das Märchen. Welch nette Überraschung mitten im schwäbischen "Märchenwald". Nun es galt die versprochene "Höhle" zu finden. Das war gar nicht so einfach, aber die neugierigen Wandersleut' geben so leicht nicht auf. Außerdem handelt es sich eigentlich um einen Unterstand, den der gewiefte Schneider aus Grab regelmäßig nutzte und der deshalb seinen Namen erhielt. Der Schneider legte sich mit der Obrigkeit an und brauchte hin und wieder einen Unterschlupf, den ihm dieses Waldstück bot. Die ganze Geschichte findet man auf der Homepage von Großerlach
Vor der Ortschaft traf die Wanderschar dann auf den Limes. Da alle schon ziemlich hungrig waren, begnügten sie sich mit einem Ausblick auf den nachgebauten Wachturm auf dem Heidebuckel. Danach ging es über steiles Gelände, aber immer schnurgerade, hinunter ins Rottal, wo man direkt am Grillplatz bei der Hankertsmühle auf den Radweg traf. Ein kleines Stück noch und die Einkehr bei der Rösersmühle war erreicht. Ein Teil der Gruppe verabschiedete sich und ging gleich zum Parkplatz, der Rest hatte nach einem leckeren Essen die restlichen 500 m auch schnell geschafft. Insgesamt waren so fast unbemerkt und mit einer gewissen Leichtigkeit 16 km Wegstrecke zusammen gekommen. 
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