Das Seniorenbüro Heilbronn zieht um

Tschüss Cäcilienstraße 1, Hallo Charlottenstraße 11: Das Seniorenbüro wird seinen Standort zukünftig im Südviertel haben.

Kisten stehen bereit, Aktenordner aus den 90er Jahren sind zum Schreddern freigegeben und die Telekom weiß, dass die Telefonnummer mit umziehen muss. "Einem erfolgreichen Umzug steht nun nichts mehr im Wege", so der erste Vorsitzende des Vereins Senioren für Andere e.V. Wolfgang Arndt. Er und sein Team freuen sich auf die neuen Räumlichkeiten in der Charlottenstraße, die moderner und großzügiger sein werden. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, neue Felder zu erschließen im Rahmen der Hilfe und Beratung von Senioren. Als wichtiger logistischer Standortvorteil gilt auch die unmittelbare Nähe zur Bushaltestelle Südbahnhof (Süd), die für viele Senioren günstig gelegen ist.

Die Schlüsselübergabe fand am 11.11. um 11 Uhr in der Charlottenstraße 11 statt. Ein kurioser Zufall, den man als gutes Omen interpretieren könnte.

"Doch ohne die großzügige Unterstützung unseres Kooperationspartners, der Landes-Bau-Genossenschaft Württemberg eG (LBG), wäre unsere räumliche Verbesserung gar nicht möglich gewesen", erklärt der zweite Vorsitzende des Vereins Helmut Drauz. Auch der Stadt Heilbronn sei man zu Dank verpflichtet. Das Seniorenbüro gilt als wichtiger Partner im Südviertel, um die Quartiersarbeit voranzubringen und als Ansprechpartner für die Senioren des Viertels.

Ziel ist es, Menschen nach dem Ende des regulären Berufslebens eine Plattform zu bieten, wo sie sich noch sinnvoll betätigen können. So organisieren Ehrenamtliche beispielsweise kulturelle Angebote für Senioren, wie den Literaturkreis, Malkreis, Theaterkreis oder Museumskreis.

Andere Angebote richten sich ebenso an Hilfesuchende jüngerer Generationen. Hier deckt der Verein ein breites Spektrum ab, beginnend bei den "Grünen Damen", die Patienten im Klinikum helfen, sich dort zurechtzufinden, der Beratung zur Patientenverfügung "Initiative Selbst Bestimmen", der Hausaufgabenhilfe für Kinder und vielen anderen nützlichen Diensten.

Am neuen Standort soll sich zudem ein noch größerer Bereich mit dem Thema Digitalisierung befassen. Der Verein betreibt seit Jahren mit seinen "Senioren-Internet-Helfern" hauptsächlich Eins-zu-Eins-Schulungen am eigenen Gerät. Hier sieht man in dem genannten Umfeld einen hohen Bedarf und wird deshalb das Schulungsangebot deutlich ausweiten. Für Menschen im Viertel, die keinen eigenen Internetanschluss haben, oder die sich kein Gerät leisten können, sind zwei PC-Stationen zur freien Verfügung geplant. "Senioren dürfen im digitalen Zeitalter nicht den Anschluss verlieren", so Arndt.
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