Ein Herbstsonntag auf den Spuren der königlichen Jagd im 19. Jahrhundert

Blick aus dem Altertum in die Gegenwart
D' Gaby un de Erich waren mit der Schlemmerblock-Gruppe zum Abendessen in der Gaststätte am Michaelsberg verabredet.
Eine tolle Gelegenheit um eine Vorwanderung für einen Mittwoch zu unternehmen. Freudental und Umgebung war schon länger als Ziel vorgesehen.
Gestartet wurde direkt am Schloss und der erste Abschnitt durch den Ort führte hinaus zum Parkplatz Birkenwald. Ein Kontrollpunkt für Navigationsgeräte bot sich zur Abstimmung der eigenen Ausstattung an.
Zwischen Wald und Weinbergen ging es zum Aussichtspunkt am Schönenberg. Weiter führte die Strecke um den Teufelsberg zum geologischen Fenster für den Stromberg. Selten bekommt man die Schichtstufen im Keuper so gut zu sehen. Die Runde war über die Pfeiferhütte ausgewählt und bald war der Weg mit witzigen Beiträgen "verwürzt". Auf gleichem Pfad werden die Spaziergänger in der Herbstsonne auf dem WeitBlickWeg Hohenhaslach durch die Weinberge geführt und unterhalten. So entschieden sich die Heilbronner Wanderer für einen Weg unterhalb vom Lug ins Land, um die Himmelsleiter in ihrer ganzen Würde von unten nach oben zu erleben. Ab dem Waldrand war es dann still und einsam. Die Nachmittagssonne verzauberte den Wald und warf lange Schatten ins bunte Herbstlaub. 
Kurz nach der Pfeiferhütte kam die Einladung zur königlichen Jagd. Wer sich darauf einlässt kann das Hallali der Jagdgesellschaft Anfang des 19. Jahrhunderts noch vernehmen. Man ließ es sich auf Kosten der Bevölkerung gut gehen. 
Aus heutiger Sicht ist es völlig unverständlich, wie man einerseits einer Stute ein Denkmal setzen kann und andererseits den Menschen gegenüber so rücksichtslos. König Friedrich der 1. von Württemberg ließ den jüdischen Friedhof von 1723 in Freudental für eine Fasanerie einebnen. Er, der dicke Friedrich, regierte absolutistisch und autoritär. Friedrich soll 2,11 m groß und ca. 200 kg schwer gewesen sein. Die Stute scheint das Denkmal verdient zu haben. 
In der Abendsonne und einem ganz besonderen Licht schloss sich die Runde über die Strombergstraße zurück zum Freudentaler Schloss. 
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