Exklusives Buga-Event und Gärtnern begeistert

Vor den späteren Räumlichkeiten der Heilbronner Stimme auf der Buga kamen die Besucher zusammen. (Foto: Dennis Mugler)
 
(Foto: Dennis Mugler)

HEILBRONN Großes Stimme-Leserfest auf der Buga-Baustelle zum Abschluss der Gartenserie

Die Nähe zur Natur, die Freude über das Gedeihen von Rosen oder Radieschen, das Gestalten und Werkeln, das Abschalten vom Alltag: Es gibt viele Gründe, warum so viele gerne im Garten sind. Dass die Menschen in der Region besonders gerne gärtnern, zeigt der Erfolg der Gartenserie in der Heilbronner Stimme. „Das ist unsere bislang erfolgreichste Serie in der Zeitung“, freut sich Chefredakteur Uwe Ralf Heer bei einem ganz besonderen Fest mitten auf der Bundesgartenschau-Baustelle.

Gemeinsam mit den Gewinnern des Gartenwettbewerbs, mit Abonnenten, Heimatreporten und weiteren Lesern unserer Zeitung wird der Abschluss der Serie gefeiert. Und zwar zum allerersten Mal in den künftigen Räumen, in denen die HSt während der 173 Tage Gartenschau auf dem Gelände präsent sein wird - ganz zentral in der Stadtausstellung im Neckarbogen, im Erdgeschoss eines Gebäudes, direkt am Floßsee gelegen. Die Gäste sitzen zünftig bei Bier und Buga-Wurst mitten im noch etwas staubigen Rohbau, gut unterhalten von der A-Cappella-Band Mundartmonika, die unter anderem ihren Buga-Song zum Besten geben.

Seit Mitte März widmete sich die Redaktion in der Gartenserie den unterschiedlichsten Themen. Der Zeitpunkt ein Jahr vor der Gartenschau sollte Lust auf das Großereignis machen, aber auch noch mehr Menschen für das Gärtnern interessieren: Wie sehen ökologisch sinnvolle Gärten aus? Worauf kommt es beim Kräutergarten an? Wie pflegt ein Fachmann aus Erlenbach seine Bonsai? Welche Wildkräuter kann man gut essen? Wie gelingt ein Steingarten? Warum wird auf der Buga mit torffreier Pflanzerde experimentiert? 1200 Gartenfreunde hatten zudem den Stimme-Garten-Newsletter abonniert, 1800 Leser hatten an einer Umfrage teilgenommen.
Für den Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas ist die Artikelserie ein guter Vorgeschmack auf die Schau, die am 17. April 2019 ihre Pforten öffnet. „Unser Ziel ist, dass alle Besucher sich wohlfühlen und mit dem Gefühl nach Hause gehen, dass der Tag sich gelohnt hat“, betont er vor den Fest-Gästen.

Ganz besonders gelohnt hat sich auf alle Fälle für die drei Gewinner des Gartenwettbewerbs das Mitmachen über das Bürgerportal meine stimme. Mehr als 280 Fotos waren insgesamt von Lesern aus der ganzen Region eingestellt worden. Die Nutzer des Portals konnten über ihre Lieblingsgärten abstimmen. Den Ausschlag gab dann eine fachkundige Jury mit Rüdiger Eckhardt. Er ist Ausstellungsbevollmächtigter der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft für die Buga Heilbronn. Alle drei Siegergärten haben dem Experten gut gefallen.

Bei den Drittplazierten, Familie Hollederer aus Heilbronn, schätzt er die Atmosphäre mit den Pfingstrosen und alten Obstbäumen auf dem Grundstück inmitten von Weinbergen. Familie Schenker aus Neuenstein überzeugt mit ihrem Hausgarten im toskanischen Stil mit Prachtstauden und Teich. Bei den Gewinnern des ersten Preises, Bärbel und Dieter Mack in Weinsberg, begeistert sich Eckhardt für die Rosenbeete und dafür, wie sich der 17 Ar große Garten in die Landschaft einfügt.

„Gärten haben viele Gesichter“, resümiert Chefredakteur Heer, entsprechend der Verschiedenheit ihrer Besitzer. Birgit Schenker etwa probiert gerne Neues aus, mag es gepflegt und lässt sich auch von Misserfolgen nicht entmutigen. Ehemann Roland Schenker hat grüne Smoothies für sich entdeckt und hat dafür gesorgt, dass der Löwenzahn sich ausbreitet. Dessen zartes Grün mixt er mit Blättern von Roter Bete, Spitzwegerich, Petersilie zusammen mit einer halben Banane, Zitrone und Orangensaft zu einem gesunden Trunk. Unkräuter gibt es bei ihm nicht. Peter und Ute Hollederer lieben ihren bunten Garten, in dem auch Pflanzen, die für Schmetterlinge nützlich sind, stehenbleiben: „Bei uns wird nicht alles zubetoniert.“ Ute Holleder ist überzeugt: „Es erdet, in einem Garten zu arbeiten.“ Buga-Dauerkarten hofft das Paar spätestens zu den noch ausstehenden Geburtstagen geschenkt zu bekommen. In 269 Tagen ist es soweit. Die Uhr tickt bei allen Beteiligten.
(Text: Bärbel Kistner)
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