Exkursion Rößlermuseum und Jenischen-Ausstellung

Heilbronn: Verein für Genealogie in Nordwürttemberg e.V. | Exkursion: Rößlermuseum und Jenischen-AusstellungHohenloher Freilandmuseum
Die Exkursion vom Verein für Genealogie in Nordwürttemberg führt Samstag, den 23. September nach Untermünkheim in das Rößlermuseum und am Nachmittag zur Ausstellung „Die Jenischen“ im Hohenloher Freilandmuseum, Wackershofen.

Rößlermuseum: 74547 Untermünkheim, Hohenloher Str. 24
Zeit: 10:00 Uhr - Kosten: 5,00 €
Den Kernbestand des volkskundlichen Rößler-Museums bilden bemalte Möbel, die von Hohenloher Landschreinern im 18. und 19. Jahrhundert angefertigt wurden. Darunter befinden sich farbige Schränke, Truhen und Tresuren der bekannten Untermünkheimer Schreinerfamilie des Johann Michael Rößler. Aber auch andere Hohenloher Landschreiner wie die Familien Glessing, Franz, Dippold und Schönhut ("Zirkelschlagmeister") sind hier mit ihren Arbeiten vertreten. Die dem Museum benachbarte Kilianskirche mit ihrer sogenannten Markgräfler Altarwand wurde 1788 von den Gebrüdern Glessing und Johann Heinrich Rößler ausgemalt.

Auf fast 500 m2 Ausstellungsfläche zeigt das Museum seinen Besuchern die große Vielfalt der hohenlohisch-fränkischen Möbellandschaft.
An den Rundgang durch das Museum schließt sich die Besichtigung der direkt daneben liegenden Kilianskirche an. Das 1788 neu erbaute Kirchenschiff erhielt damals eine “Markgräfler Altarwand”, deren Felder wie die der doppelten Emporebrüstungen eine besondere Bemalung aufweisen. Die in blau auf weißem Grund gemalten Rocaillen stammen nicht, wie zunächst angenommen von J. M. Rößler, sondern gehen auf die Gebrüder Glessing unter Mitarbeit von Johann Heinrich Rößler zurück.

Hohenloher Freilandmuseum
74523 Schw.-Hall Wackershofen, Dorfstr. 53
Eintritt: 8,00 €
Gegen 12.00 Uhr gemeinsames Mittagessen in Wackershofen
Anschließend Besuch der Ausstellung

„Auf der Reis‘ – Die ‚unbekannte‘ Minderheit der Jenischen im Südwesten“
Die Dauerausstellung ist die erste und bisher einzige Ausstellung in einem deutschen Museum über dieses Thema. Sie ist in der großen Scheune des Steigengasthauses aus Michelfeld untergebracht und in enger Abstimmung mit Angehörigen der Minderheit über die Geschichte, die Kultur und Lebensweise der Jenischen entstanden.
Hauptattraktion ist dabei ein über 100 Jahre alter Reisewagen. Er stammt aus der Zeit um 1920. Die jenischen Händler nutzten solche Wagen als Wohn- und Arbeitsraum, wenn sie auf die „Reis‘“, die mehrmonatige Handelsreise, gingen.
Den Besuchern soll die Schau die vielgestaltige Geschichte dieses fahrenden Volkes näher bringen. Schwerpunkte der Ausstellung sind die Geschichte der Jenischen in den heutigen Gemeinden Fichtenau und Pfedelbach, aber auch andere Orte mit jenischem Bevölkerungsanteil werden vorgestellt.
Die ursprünglich nicht sesshaften Jenischen zogen als „Fahrende“ über das Land. Sie lebten vom Kleinhandwerk, von Reparaturarbeiten und dem Markt- und Hausierhandel. Die Angehörigen der Minderheit entwickelten auch eine eigenständige „Geheimsprache“: das Jenische.
Die Geschichte der Jenischen ist vom Leben auf der Landstraße, dem häufig wechselnden Zusammenleben mit der Ortsbevölkerung und dem oft mühsamen Kampf ums tägliche Brot geprägt, aber auch von Repressalien durch die Obrigkeiten. In Deutschland erreichte die Verfolgung den Höhepunkt im Nationalsozialismus. Heute leben etwa 40 000 Menschen in Deutschland, die sich als Jenische verstehen.

Anmeldung bis 18. September: baerbelbiel@gmx.de oder 07136-3988
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Sarah Day aus Heilbronn | 25.09.2017 | 18:52  
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