Führung durch den Jüdischen Friedhof

Martin Heier, Leiter der Heilbronner Friedhofverwaltung erklärt die Symbole auf den Grabsteinen des jüdischen Friedhofs
vor der Sommerpause besuchte das Netzwerk Haushalt den israelischen Friedhof beim botanischen Obstgarten in Heilbronn. Trotz schwülwarmen Sommerwetter hatte sich eine große Gruppe Interessierter getroffen. Martin Heier, Landschaftsarchitekt und Leiter der Heilbronner Friedhofsverwaltung erklärte zuerst den Verhaltenskotex auf jüdischen Friedhöfen, der Männern vorschreibt eine Kopfbedeckung zu tragen - also wurden schnell Kappen aus dem Auto geholt - und dann konnte die Führung losgehen. Martin Heier ein profunder Kenner der jüdischen Friedhofskultur und der jüdischen Geschichte in Heilbronn hatte sich excellent vorbereitet und konnte mit vielen Schaubildern und Texten das jüdische Leben in Heilbronn erklären. Der 1868 angelegte Friedhof ist ein verwunschenes Kleinod mit alten Bäumen und zum Teil gut erhaltenen Grabsteinen. Ausgeprägte Kapitelle sind typisch und eine abgebrochene Rose oder Schlafmohn werden oft als Symbol benutzt.  Die Grabsteine wurden von beiden Seiten beschriftet - vorne auf Deutsch und auf der anderen Seite auf Hebräisch. Ein großes Mahnmal erinnert an die gefallenen Juden im 1. Weltkrieg und nach einer Gedenkminute am Holokausmahnmal für die ermordeten Juden aus Heilbronn verabschiedete Martin Heier die Gruppe.  UMB
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