Geboren in der Ukraine

Für die Musikalische Begleitung sorgte Galina Grigorjan auf dem Akkordeon.
Heilbronn: KEB - Katholische Erwachsenenbildung | Weit herumgekommen ist Irene Schlör aus Sontheim:  Nach dem Abitur ging sie als Austauschschülerin nach Kalifornien, studierte in Istanbul Türkisch und Linguistik, war dort als Sprachlehrerin tätig und promovierte.

Doch eine ebenso wichtige Rolle beim jüngsten Erzählcafé der Erzählwerkstatt für Menschen aus aller Welt und der Katholischen Erwachsenenbildung (keb) Heilbronn spielte Schlörs verstorbene Mutter, deren Lebensgeschichte sie unter dem Titel „Geboren in der Ukraine“ veröffentlicht hat. Im Mittelpunkt des biografischen Tatsachenberichts steht eine Ingenieursfamilie, die in der Stalin-Zeit und während des Zweiten Weltkriegs durch die halbe Welt getrieben wird. Die Geschichte endet in Heilbronn, wo die Familie ein neues Zuhause findet.

Schlör ermutigte das Publikum, Begegnung und Dialog auch mit Menschen aus anderen Kulturen zu suchen und sprach sich für eine vertiefte europäische Integration aus. Es sei nötig, sich auf die Sitten des Landes einzulassen, in dem man lebt – das habe sie auch in der Türkei so gemacht. Dass sie viele Orte als zweite Heimat bezeichnen kann, zeigte die Vielfalt der Besucher – unter ihnen Schulfreundinnen und Freundinnen aus dem Türkischen Frauenverein.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Galina Grigorjan auf dem Akkordeon.
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