Halbtagesexkursion zur Burg Steinsberg

Bei der Anfahrt zur Burg Steinsberg (Foto: Kurt Ottowitz)
Burg Steinsberg - der sogenannte "Kompaß des Kraichgaus" - gehört zu den ältesten Burgen der Region. Als Sitz der Grafschaft im Elsenzgau, von der Familie der ‚Werinharde’ um 1100 erbaut, wechselte sie nach deren Aussterben an die Grafen von Oettingen. Diese ließen die alte Burg - von der jüngst bei Ausgrabungen höchst qualitätvolles Mauerwerk zu Tage kam - nach 1235 abreißen und die heutige Kernburg errichten. Der achteckige Bergfried aus dieser Zeit gehört zu den aufwändigsten Türmen des deutschen Mittelalters. Im 14. Jh. kam Steinsberg an die Pfalzgrafen bei Rhein, die sie mit weiteren Wehrmauern und Türmen verstärkten. Im Lehensbesitz der Familie von Venningen wurde die Burg im Bauernkrieg zerstört und danach wieder aufgebaut. Heute gehört die auf einem Vulkankegel aus Basalt - dem höchsten Punkt des Kraichgaus - gelegene Anlage der Stadt Sinsheim.
Mitglieder des Historischen Vereins Heilbronn besichtigten unter fachkundiger Führung von Burgenforscher Nicolai Knauer die ausgedehnten spätmittelalterlichen Zwingeranlagen mit Geschütztürmen und mehreren Toren und die Kernburg, bestehend aus der mächtigen Buckelquader-Ringmauer, den Resten des Torturmes und Palas (alles 13. Jh.) und dem Bau aus dem 16. Jh.. Highlight war der achteckige Bergfried, der bestiegen werden konnte.
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