Heldinnen aus unserer Mitte

Bischkusch Tahir zeigte sich als starke und sympathische Frau mit einem großen Herzen für Menschen in Not.
Heilbronn: KEB - Katholische Erwachsenenbildung | Als „Stadt der Heldinnen“ bezeichnete Dr. Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg, Heilbronn in seinem Grußwort beim jüngsten Erzählcafé von Katholischer Erwachsenenbildung (KEB) und Erzählwerkstatt für Menschen aus aller Welt im Heilbronner Heinrich-Fries-Haus.

Großen Anteil daran hat Bischkusch Tahir: Die Mitarbeiterin der Heilbronner Stadtverwaltung und Übersetzerin war eine der ersten freiwilligen Helferinnen, die Blume 2015 als Übersetzerin in den Irak begleitete, um unter Einsatz ihres Lebens 1300 jesidische Frauen und Kinder vor dem IS zu retten. Auch ihre Töchter Hes und Hiser gehörten zu den Freiwilligen.

Bischkusch Tahirs bewegende Lebensgeschichte „(K)eine Zeit, um Brot zu backen“, von Erzählwerkstatt-Redakteurin Angelika Hart verfasst und vorgetragen, verdeutlichte, wie die eigene Erfahrung von Krieg, Vertreibung und Flucht der aus dem Irak stammenden Kurdin und ihrer Familie die Kraft gegeben hat, immer wieder neu anzufangen und über sich selbst hinauszuwachsen.

In Bischkusch Tahirs eigenen Worten: „Das Leben ist ein Geschenk. Gott hat es uns gegeben, um zu leben und nicht, um zu sterben.“ Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Band Rahî mit Bischkusch Tahrrs Kindern Hiser und Ragar Sedik sowie Şahin Kablan.
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