Hochebenen, Schluchten, Hülben, Felsen, Dolomiten, Schonwald und alles an einem Tag

Es gibt viele Grillstellen und Bereiche, wo Besucher sich aufhalten dürfen, gleichzeitig seltene Pflanzen, die durch Absperrungen besonders geschützt werden.
Ein alpin anmutender Rundweg auf der Schwäbischen Alb führte durch das Wental, ein Trockental mit Dolomitfelsen. Einerseits ist es ein Felsenmeer mit ganz wunderlichen Namen. Es entstand nach Abzug des Jurameeres vor etwa 150 Mill. Jahren. Das Wasser ist infolge der Auflösung des Kalks versickert. Andererseits entstand durch Aufforstung im letzten Jahrhundert wieder Hochwald, wo sich allerdings aufgrund der vorherigen Übernutzung nur die Fichte durchsetzen konnte. Der Schluchtwald wurde 1987 als Schonwald ausgewiesen. Hier werden einzelne markante Felsen freigehalten und zur Förderung der Artenvielfalt Sträucher in Intervallen entfernt. Durch die extremen Standorte kommen einzigartige Pflanzen vor, die teilweise ihre Hauptverbreitung im Alpenbereich haben. Die Südlagen sind trocken, die Nordlagen dagegen sehr feucht. Wenngleich die Buche auf den Hochflächen der Alb die natürlich vorherrschende Baumart ist, so ermöglicht die besondere Lage des Schluchtwalds die Lebensgemeinschaft von Bergahorn, Bergulme, Esche und Winterlinde. Hohler Lerchensporn, Märzenbecher, Eisenhut und Silberblatt nutzen die teilweise kurze Vegetationszeit des extremen Klimas (es gibt oft im April noch Schnee und sogar Spätfrost im Sommer). Eine Wanderung durch dieses Tal ist ein Erlebnis, nicht zuletzt, weil der Lehrpfad viel Abwechslung, Spielstationen und Grillstellen bietet.
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