Ich bin etwas schief ins Leben gebaut

Heilbronn: SLK-Klinikum am Gesundbrunnen, Franziska-Schwarz-Hörsaal - Neckargartach | Unter diesem Titel stand der Vortrag des Literaturwissenschaftlers und Leiters des im Aufbau befindlichen Literaturhauses Heilbronn, Dr. Anton Philipp Knittel, über das Leben und Werk von Joachim Ringelnatz bei der Veranstaltungsreihe Kultur im Klinikum.
Über Joachim Ringelnatz, der 1883 im sächsischen Wurzen als Hans Böttiger in einem künstlerischen Elternhaus geboren wurde zu reden ist nicht einfach, angesichts seines umfassenden Werkes. Er verfasste Gedichte, Romane, Bühnenstücke und Novellen unter verschiedenen Pseudonymen und er war viel mehr als der Verfasser skurriler Verse, die auch heute noch vielen bekannt sein dürften („Wenn ich in die Stube speie“, „Ameisen“, „Bumerang“ und „Die Lieder vom Seemann Kuttel Daddeldu“).
Er war ein Dichter mit Sprachwitz, der genau hin hörte und schaute. Seine Kindergedichte haben es in sich und regen zum Schmunzeln an und mit seinen Turngedichten eroberte er das Kabarett. Als Hausdichter des Münchner Bohéme-Lokals „Simplicissimus“ schrieb Ringelnatz rund 20 Bücher. Seine Doppelbegabung zeigte er in den 1920er Jahren, als er neben seinem literarischen Werk auch eine größere Anzahl von Bildern schuf.
Die Präsentation des Ringelnatz-Lebenslaufes wurde aufgelockert durch die Heilbronner Regisseurin und Autorin Helga Fleig. Sie rezitierte Ringelnatz-Gedichte. Mit Hilfe von Mimik und Stimme fesselte sie das Publikum, das sich für diesen interessanten und besonderen Abend mit herzlichem Applaus bedankte.
/kö
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