Kletterei am Battert - unverhofft kommt oft

Aussicht zum Fremersberg, dahinter das Rheintal
Die Badener Verwandtschaft sprach von einer schönen Tour zur Ochsenmatte und zum Alten Schloss. Damit die Fahrt nach Baden-Baden sich lohnt, wollten die Heilbronner Wanderer schon etwas mehr sehen. Daher planten sie einen Runde von der Großen Dollenstraße aus im Bogen oberhalb von Balg zur Burg-Ruine Ochsenstall, Ochsenmatte, Ochsenwasen. Nächstes Ziel dann der Ort Ebersteinburg mit der gleichnamigen Burgruine. 
Die Beschilderung ist schlüssig und wurde gerne genutzt. Allerdings mussten die erfahrenen Wanderer an einer Stelle kurz direkt durch den Wald gehen um ein gutes Stück Weg abzukürzen. Wunderbar geklappt und einige Höhenmeter gespart.
Nachdem sie an der Ruine eintrafen, mussten sie feststellen, dass diese in Privatbesitz und nur am Wochenende bewirtschaftet ist. Deshalb also hatte der Schwager sie nicht erwähnt. Leider war im Ort der schönere Waldweg nicht beschildert und so stiegen die Beiden zum Battert über das Wohngebiet auf. Das hatte auch seinen Reiz, die Villen hier oben sind durchaus sehenswert.
Am Wasserbehälter hat sich die Wegführung auch etwas geändert, ein Schild wies den Bannwald aus und versperrte den Weg. Aber kein Problem, gleich dahinter begann ein Teil des neuen Panoramaweges. Dieser Premiumweg wurde vor ein paar Tagen im Radio erwähnt, da die Leser des Wandermagazin ihn zu "Deutschlands schönstem Wanderweg" in der Kategorie Mehrtagestouren gewählt haben. 
Nach der Planung wäre es auf diesem Weg weiter gegangen. Die Schilder bei der Unteren Batterthütte (496 m) weckten die Bergsteiger-Seele, die wegen der "Stay home"-Parole in 2020 fast schon verkümmert war. Da zog es die Wanderer in die Höhe auf den oberen Felsenweg.
Nun wurden sie mit wunderbaren Aussichten und schroffen Felsen zu ihren Füßen für den Umweg und Aufstieg belohnt. Wie herrlich ein Vesperplatz auf dem von der Sonne gewärmten Fels. An der Felsenbrücke dann ein kurzer Plausch mit den Kletterern, die gerade die steilen Wände herauf kamen. Einige Fels-Vorsprünge mussten begangen werden und immer wieder das Erstaunen über die Tiefe und die interessanten Felsformationen. Es erinnert an die Hessigheimer Felsengärten und ist doch ein besonderes Erlebnis, gerade weil es so überraschend kam. Man konnte sich kaum trennen. An der Ritterplatte war der Obere Felsenweg zu Ende.
Doch da war noch das Alte Schloss zu Hohenbaden und die Bernhardus-Kapelle und der per Whats App versprochene Kuchen. Also weiter zum Schloss. Die Gastronomie ist montags auch da geschlossen, aber man konnte sich überall umsehen, eine beeindruckende Anlage. Ein steiniger und steiler, aber wunderbarer Waldweg führt fast bis zum Garten, wo die Heilbronner dann erwartet wurden.
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 08.09.2020 | 22:59  
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