Kultur im Klinikum: „Heimat ist immer das Verlorene“

Unter diesem Titel stand der Vortrag des Literaturwissenschaftlers Dr. Anton Philipp Knittel über das Werk Martin Walsers im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kultur im Klinikum.
Über Martin Walser zu reden ist nicht einfach, angesichts seiner umfassenden und vielfach preisgekrönten Werke mit Romanen, Theaterstücken, Hörspielen, Tagebüchern und Gedichten. Martin Walser, 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren, hat es sich und seinen Lesern und Zuhörern als Schriftsteller, wie auch als kritischer Zeitgenosse, nie leichtgemacht. So auch beim Themenkreis Heimat und Herkunft. Der letzte Großschriftsteller seiner Art, setzt sich schon seit mehr als 60 Jahren immer wieder mit diesem Thema auseinander. Dabei sind seine Figuren vielfach regional verortet, meist in Oberschwaben und am Bodensee, auch werden dabei herrliche Landschaftsbilder gezeichnet.
Wie viel Heimat braucht der Mensch? Antworten gab es dazu u. a. in den von Dr. Knittel vorgestellten Bänden „Heimatlob“ (eine Liebeserklärung an die Bodenseeregion und seine Bewohner), „Heimatkunde - Reden und Aufsätze“ (Sprache und Dialekt, Heimatgefühle) und „Ein springender Brunnen“ (autobiografische Kindheits- und Jugenderinnerungen).
Die interessante Veranstaltung wurde vom Fleiner Organisten Tassilo Wichelhaus mit eingängiger Klaviermusik umrahmt.
/kö
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