Nebel über der Heilbronner Hütte

Tief hängt der Nebel über dem Stausee (Foto: Manjana S.)
 
Der erste Blick auf die Heilbronner Hütte
Die Heilbronner Stadtteile sorgen immer wieder für Abwechselung bei den Mittwochswanderungen der Gruppe und da die Heilbronner Hütte der heimliche neunte Stadtteil ist, wurde sie dieses Jahr als Ausflugsziel gewählt. Nachdem zwei Fahrgemeinschaften sehr früh in Heilbronn gestartet waren, ging es bereits um 10:00 Uhr beim Zeinisjoch im feuchten Nebel los. Die Verbellaalpe war schnell erreicht und über den Steig hinter dem Haus wurde an Höhe gewonnen. Dann ging es die Hochebene am Bach entlang. Mit einem scharfen Pfiff machten die Murmeltiere auf sich aufmerksam und unterhielten die Wanderer entlang des Weges. Noch ein knackiger Aufstieg und die Hütte war erreicht. Leider konnte man nicht draußen sitzen, aber viele Wanderer und Radfahrer hatten es sich zur Mittagszeit drinnen gemütlich gemacht. So eine Hütte strahlt immer eine besondere Atmosphäre aus und bald stand der köstlich duftende Kaiserschmarrn auf dem Tisch. Der Rückweg konnte überwiegend in der Sonne gewandert werden und die Aussichten für den nächsten Tag waren hervorragend.
Der zweite Tag führte die Wanderer hinunter nach Ischgl und mit der Silvretta-Bahn hinauf zur Idalp. Dann wurde in die Flimjochbahn umgestiegen und so kam die Gruppe ganz bequem hinauf zum Flimjoch. Hier trennten sich dann die Wege. Ein Teil wollte hinüber zum Duty Free Shopping nach Samnaun, andere genossen einfach die Berge und die hochalpine Flora und ganz Wagemutige machten sich auf zum Greitspitz. Nach zwei Stunden fand man sich bei der Idalp wieder zusammen und dann wanderten sie gemeinsam den Erlebnisweg hinunter nach Ischgl. Dieser beginnt mit dem Erlebnispark "Vider Truja". Truja ist ein rätoromanisches Wort und bedeutet: Trampelpfad der Kühe. Besonders Kinder haben hier ihren Spaß mit Barfußpfad und Wasserspielen. Unterhalb des Parks findet man seltene Orchideen direkt am Weg. Zeitweise ist der Weg bis zur Mittelstation etwas eintönig, geht dann aber in den Lyrik-Weg über, der die Schlucht entlang durch den Wald führt und viel Abwechslung bietet mit verschiedenen Stationen und zwei Hängebrücken. Sehr schade ist, dass es unterwegs keine Möglichkeit zur Einkehr gibt und so wurden die Vespervorräte großzügig geteilt, damit jeder die "Körner" hatte und bis hinunter nach Ischgl durchhalten konnte. Um so besser schmeckten im Ort die deftigen Speisen.
Das gebuchte vier Sterne Hotel bot am Nachmittag Sauna und Schwimmbad, was gerne genutzt wurde. Ganz besonders die wechselwarmen Kneippbecken waren für die wandergeschädigten Waden eine Wohltat.
Am dritten Tag ging es hinauf zur Bieler Höhe und von dort war ein Rundweg um den Silvretta See geplant. Leider war dieser wegen Bauarbeiten auf einer Seite gesperrt, sodass die Gruppe in Richtung Wiesbadener Hütte noch ein Stück wanderte und dann die gleiche Strecke zurück. Dafür konnten sie eine Sprengung am Berg gegenüber miterleben. Ein unvorstellbarer Rums wurde durch Signal angekündigt und trotzdem erschrak man. Das Echo warf den Schall zwischen den Bergen hin und her...
Doch die üppige Alpenflora, der herrliche Sonnenschein und das türkisgrüne Wasser des Stausees ließen den Schrecken schnell vergessen. Teppiche von Alpenrosen, und am Bach stand das seltene Wollgras. Schon bald darauf hieß es Abschied nehmen. Eine Gruppe fuhr direkt nach Hause, die andere machte noch einen Zwischenstopp in Ravensburg und alle kehrten wohlbehalten am Abend nach Heilbronn zurück.
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