Neuanfang einer starken Frau

Als ebenso sympathische wie starke Frau präsentierte sich Monika Miller (rechts) im Interview mit Angelika Hart.
Heilbronn: Heinrich-Fries-Haus | "Es ist nie zu spät für einen Neuanfang" – Ingrid Wegerhoff, Bildungsreferentin der Katholischen Erwachsenenbildung (keb) Heilbronn, lieferte das Stichwort beim jüngsten Erzählcafé der keb und der "Erzählwerkstatt für Menschen aus aller Welt" im Heilbronner Heinrich-Fries-Haus. Wegerhoffs Satz passte zu Gunhild Riemenschneiders musikalischer Begleitung auf dem Saxofon: Riemenschneider hat das Instrument erst mit 51 Jahren erlernt.

Vor allem aber passte der Satz zu Monika Miller, der Protagonistin des Abends, deren bewegende Lebensgeschichte mit dem Titel "Mein Lieblingswort auf Deutsch ist Schmetterling" von Erzählwerkstatt-Mitbegründerin Christel Banghard-Jöst und Redakteurin Angelika Hart aufgeschrieben und von Redakteur Frank Lutz im Heinrich-Fries-Haus vorgelesen wurde.  In Ungarn zwischen Kinderheimen und Pflegefamilie aufgewachsen, war Miller in die Hände von Menschenhändlern und in die Zwangsprostitution geraten, flüchtete in Frauenhäuser und eroberte sich schließlich ein selbstständiges Leben. 

Am anschließenden Publikumsgespräch beteiligten sich die rund 40 Anwesenden rege. Den schönsten Satz  lieferte Monika Millers Sohn mit einer rührenden Liebeserklärung an seine Mutter: "Ich bedanke mich, dass du so gutherzig bist, dass du einfach so bist, wie du bist."
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