Scheidung mit dem Beil

Heilbronn: Verein für Genealogie in Nordwürttemberg e.V. | Im November 1777 wird in der Nähe von Langenburg die grausam zugerichtete Leiche Peter Huthers aus Obrigheim entdeckt, der den Sommer über in den hohenlohischen Wäldern hauste und Wagenschmiere sott. Schnell gerät seine Frau Maria Dorothea in den Fokus der Ermittlungen. In ihren Verhöraussagen zeichnen sie und ihr gleichfalls verhafteter Sohn ein detailreiches Lebensbild.
Sie berichten vom rauen Arbeitsalltag der fahrenden Schmierbrenner, von den Eifersuchtsdramen im Hause Huther und – ganz allgemein – von der Lebenswirklichkeit am unteren Ende der Gesellschaft. Bis zu den Stufen des Schafotts zieht sich die packende Kriminaltragödie, die zugleich die Geschichte einer einfachen, aber starken und taffen Frau des 18. Jahrhunderts ist.
Jan Wiechert hat die umfangreichen Prozessakten des Mordfalls Peter Huther im Hohenlohe-Zentralarchiv in Neuenstein studiert und legt mit „Scheidung mit dem Beil“ ein kenntnisreiches Sachbuch vor, das es in Sachen Spannung mit manchem Kriminalroman aufnehmen kann." Das Buch kann nach der Veranstaltung erworben werden.
Wiechert, 1982 in Riedlingen geboren, betrachtet seit seinen Jugendjahren Schwäbisch Hall als seine Heimatstadt. Die Kriminalgeschichte der Region gehört zu seinen Spezialgebieten. Seine Arbeit im Hohenlohe Zentralarchiv Neuenstein könnte abwechslungsreicher nicht sein: vom Archivieren historischer Dokumente über Tätigkeiten im PR-Bereich bis hin zum Dozieren und Referieren zu Themen der hohenlohischen Geschichte. In der MOMENTE und der regionalen Tagespresse publiziert der Autor regelmäßig Beiträge zu aktuellen kulturellen Themen. Unter dem Titel „Von Mauserei bis Meuchelmord“ bietet Jan Wiechert Themenführungen im Schloss Neuenstein an.
Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, den 13. Juni um 19.30 Uhr im DGB-Haus Heilbronn, Gartenstraße 64
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