Sommerfest des Vereins Lichtblick-TAK für trauernde Kinder und deren Familien

Heilbronn: Lichtblick - TAK e.V. |

Einen Nachmittag lang die Seele baumeln lassen

Von Günther Weber

Künzelsau:
Fröhlich geht es zu im Garten des Sozialinstituts der Firma Würth in Künzelsau-Gaisbach. Bereits zum dritten Mal hat Lichtblick-TAK zum Sommerfest eingeladen. In Gaisbach wie in Heilbronn kümmern sich Ehrenamtliche um trauernde Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und deren Familien. Rund 80 Gäste sind gekommen, um einen unbeschwerten Nachmittag zu verleben. Dafür sorgen nicht nur die Mitglieder des Vorstandes des gemeinnützigen Vereins, sondern auch – traditionell – die Mannen des „Eschenauer Männerclubs“ (EMC). Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit professionellem Equipment für das leibliche Wohl der Gäste zu sorgen: Würste, Steaks und Pommes bringen die Männer vom EMC mit und kümmern sich mit Hingabe darum, dass keiner der Gäste hungrig bleibt. Das Geld dafür haben sie mit Aktionen wie der Organisation von Konzerten oder mit Ständen beim Weihnachtsmarkt erarbeitet.

Salate sowie Kaffee und Kuchen werden vom Verein organisiert. Unterstützung erfahren Vorsitzende Hannelore Weber und ihre Vorstandsmitglieder durch Hanne Theisinger und Roswitha Küblböck vom Sozialinstitut der Firma Würth. Alle Mithelfenden sind an diesem Tag ehrenamtlich tätig.

Die betroffenen Familien brauchen nichts weiter mitzubringen als sich selbst. „Die Eltern müssen das ganze Jahr so viel organisieren, dass es einfach mal schön ist, wenn sie keinen Salat oder kein Grillgut mitbringen müssen“, begründet Hannelore Weber diese Art des Engagements. „Außerdem müssen die Familien durch den Tod eines Elternteils oder eines Kindes viel Schweres tragen, sodass wir ihnen einen möglichst sorgenfreien Tag bereiten wollen, an dem sie einmal ihre Seele baumeln lassen können.“

Auf dem Programm stehen Besonderheiten wie die professionell auftretenden Brüder „Widerlich“, die Groß und Klein mit ihren artistischen Clownereien erfreuen. Marion Rüger und Karin Müller, beide Würth-Mitarbeiterinnen, haben sich als besondere Aktion für die Kinder das Bemalen vorbereiteter Holzlatten einfallen lassen. Mit Feuereifer und voller Kreativität machen sich diese ans Werk. Ursprünglich gedacht als dekorativer Zaun um das im Garten stehende Holzhäuschen sind die kleinen Künstler von ihren Werken selbst so entzückt, dass sie diese lieber als Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Während sich die Kinder im Garten tummeln, ist für Kunstinteressierte eine Führung durch die Ausstellung „Moderne Künstler“ des Museums Würth organisiert.

Sowohl die Ehrenamtlichen als auch die Gäste rufen sich zum Abschied zu: „Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!“
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