Stille Pfade in Hohenlohe - Langenburg mit fürstlicher Botanik

Ein besonderer Blick nach Langenburg
 
Welch eine Freude, endlich konnten die Urkunden vom letzten Jahr überreicht werden. 200 km Let's Go und Bronze-Abzeichen vor der Kulisse des Schlosses in Langenburg.
Langenburg: Schloss | Mit großer Freude wurden die Wanderer in Bächlingen begrüßt. Man hatte sich schon lange nicht mehr gesehen und nun konnten auch endlich die restlichen Wanderabzeichen überreicht werden.
Der Pfad der Stille um Langenburg war angekündigt. Er bietet aber nur knapp 10 km und deshalb konnte die Wanderung um einige Sehenswürdigkeiten ergänzt werden. Unterhalb der Alten Steige startete die Gruppe in entgegengesetzter Richtung zur Kirche in Bächlingen, Impuls 9. Da noch Gottesdienst war, konnte sie nicht betreteten werden und es ging gleich weiter zur Archenbrücke. Diese ist im Krieg zerstört worden und wieder rekonstruiert. Sie ist die längste freischwebende Holzbrücke dieser Bauart in Deutschland. Auf der anderen Seite der Jagst befindet sich der Impuls 7 - eine Muschelkalkhöhle, die noch zu Bächlingen gehört. Dank der Technik kann der Leser nachvollziehen, wie ein herabfallender Wassertropfen zum Klangerlebnis wird. Fröhliche Wanderer sind allerdings nicht immer still.
Der Impuls 6, der Wiesengrundweg entlang der Jagst, führt über Wiesen, am Waldrand und Buschwerk vorbei. Gleich zu Beginn wurde Lerchensporn entdeckt und eine große Freude bereitete der Goldstern am Wegesrand. Der Wiesengrundweg endet in Hürden beim Impuls 5, dem E-Werk. Dort las Wanderführer Erich das Gedicht "Mein Heimattal" von Christoph Hubmann vor. Hubmann war Müller in Hürden und wanderte in die USA aus. 
Impuls 4 wird als Weg abwärts nach Großhürden beschrieben. Da die Wandergruppe in umgekehrter Richtung unterwegs war, hieß es nun den strammen Aufstieg über den Steilhang (Naturdenkmal Binselberger Klinge) zur ehemaligen Burg Katzenstein zu bewältigen. Das fiel aber nicht schwer, denn die Veilchen, Bingelkraut, Nieswurzen und erste duftende Waldmeister lenkten von der Anstrengung ab. Der Rastplatz oben, an dem dann das Vesper eingenommen wurde, wird auch Hubmannseck genannt. Das ist Impuls 3 und hat 1909 Christoph Hubmann ebenfalls zu einem Gedicht animiert. Die Gruppe trug sich ins Wander- bzw. "Gipfelbuch" des Schwäbischen Albvereins OG Langenburg ein und machte sich dann auf in Richtung Ziegelbachklinge. Diese Klinge ist Impuls 2 und hatte früher einmal eine Brücke, die im Mai 2016 dem Unwetter zum Opfer viel. Die Spuren sind für den Wanderer von Hürden an immer wieder zu erkennen und die Stürme in diesem Frühjahr taten ihr Übriges im Wald. Die Gruppe verzichtete auf Impuls 1, den Täschlesweg und gingen auf der Rosenecksteige um das Hotel-Resort herum, um sich oben nach der Landstraße der Viereckschanze zu zu wenden. Auch dieser Umweg ist lohnenswert, wie die Bilder zeigen. In der Planung war der Wasserturm das nächste Ziel. Das Telefonat mit der zuständigen Stelle war aber leider enttäuschend, denn er ist entgegen der Angaben auf der Homepage nicht mehr öffentlich zugänglich. Die nächste Sehenswürdigkeit, das Mausoleum der Familie Hohenlohe-Langenburg, passt hingegen gut zum Pfad der Stille. Ganz ruhig ist es dort auf dem Friedhof. Doch die Gruppe ging bald weiter am Naturdenkmal Feuersee vorbei, durch das Stadttor auf das Schloss zu. Hier wollten sie nicht auf eine Führung warten, dazu war das Wetter zu schön. Doch es war klug noch den Rundgang um das Schloss zu machen. Die Rückseite ist sehenswert und mächtig mit ihren hohen Mauern auf dem Bergsporn nach Westen. Am fürstlichen Jagdhundefriedhof vorbei führte der Weg geradezu auf die Terrasse des Schlosscafés. Die Kuchen dort sind auch fürstlich.
Nach dieser kulinarischen Stärkung ging es zum Highlight dieser Märzentour. An der Stadtmauer entlang, kurz um das Gelbe Häusle herum, wandten sich die Wanderer dem Rumänenhäusle zu. Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss und es ist auch in der Rückschau noch kaum zu glauben, der Anblick der blühenden Lenzrosen in der Nachmittagssonne übertraf alle Erwartungen. So etwas hatten sie alle noch nicht gesehen. Erfüllt von diesem außergewöhnlichen Wandertag ging es am Impuls 11, dem Agnes-Günther-Platz die Alte Steige hinunter zum Ausgangspunkt zurück.
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3 Kommentare
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 25.03.2019 | 16:32  
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Gudrun Vogelmann aus Bad Friedrichshall | 31.03.2019 | 14:42  
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 31.03.2019 | 16:45  
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