Tagesfahrt des Historischen Vereins: Pretiosen des oberfränkischen Barock

Barockkirche in Kersbach, gewidmet der Heiligen Ottilie (Foto: Hans Ulrich Singer)
Bis zur Fränkischen Schweiz fuhr der Historische Verein, um die „Pretiosen des oberfränkischen Barock“ zu besichtigen. Kersbach hat eine Rokokokirche aus grauem Stein, wie öfter im Nürnberger Raum. Auf dem Hauptaltar stehen neben der bekrönten Maria König Heinrich II und seine Gemahlin Kunigunde, wie oft im Bamberger Land. Auffällig ist das Kreuz des Kirchturms: drei Querbalken! Zeichen oberster Herrschaft. Die vom bayerischen Hofbaumeister von Klenze entworfene Kirche in Eggolsheim ist eine große Dorfkirche im Stil des Klassizismus. Am Ort, im Brau-Gasthof wurden zu Mittag meist fränkische Knödel gegessen. Bei der kleinen Kirche von Schirnaidel kommt der berühmte „Kunsthandwerker“ Johann Dientzenhofer ins Spiel, der bei den Bischöfen bzw. Erzbischöfen von Mainz und Bamberg in Diensten stand; aber auch andere waren am Bau des Schlosses Weißenstein in Pommersfelden beteiligt, das unter Reichserzkanzler Lothar Franz von Schönborn 1718 vollendet wurde. Über einen weiträumigen Hof und durch Arkaden gelangt man in das Schloß. Die Außenwölbung des Mittelbaus endet an einem Giebel mit gekröntem Wappen, darüber der Gott Merkur. Neben den unterschiedlichen Prunkräumen ist das Treppenhaus unvergleichlich, zweigeschossige Umgänge und in gebrochenen Läufen aufsteigende Treppen. Die Stuckdecken sind ausgemalt, ob mit Göttern, Erdteilen oder anderen Motiven. Das Sammeln von Gemälden war eine Leidenschaft des von Schönborn, in zwei Galerien sind sie bis heute zu sehen. neu
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