Verein für GENEALOGIE in Nordwürttemberg e.V.

Heilbronn: DGB-Haus |

Vortrag über den Gipsapostel von Kupferzell.

Pfarrer Gerd Gramlich hielt einen Vortrag über Johann Friedrich Georg Hartmann Mayer. Dieser war 53 Jahre Pfarrer in Kupferzell. Er wurde in Herbsthausen bei Bad Mergentheim geboren. Er besuchte dort die Volksschule, danach die Lateinschule in Weikersheim. Dann das Gymnasium in Öhringen und studierte schließlich Theologie an der Universität in Jena. Nach einer Vikarstelle in Riedbach, kam er nach Sindringen und bekam 1745 schließlich die Pfarrerstelle im hohenlohischen Kupferzell. In seinem Pfarrgarten stellte Mayer über viele Jahre landwirtschaftliche Versuche an und beobachtete daneben die bäuerliche Arbeit auf den Höfen. In zahlreichen Schriften erklärte Mayer den Bauern natürliche Zusammenhänge in Feldbau und Viehhaltung. Auch dank Mayers Vorschlägen nahm die Viehzucht in Hohenlohe zu und wurde für die Bauern lohnend. Das Schlachtvieh wurde unter dem Namen bœuf de Hohenlohe bis nach Frankreich verkauft. Die Vierfelderwirtschaft, die heute noch Grundlage für die landwirtschaftliche Bearbeitung ist, geht ebenfalls auf Pfarrer Mayer zurück. Er empfahl den Bauern mit Gips, Kompost, Stallmist und Gülle zu düngen und so den teilweisen Nährstoffmangel der Böden zu beheben. Mayer wurde daher unter dem Namen Gipsapostel weit bekannt. 
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