Vom Bad der Könige über die wilde Linie ins Reich des Riesen

Die Wild Line mussten wir uns nur mit einem Paar teilen.
 
Erster Eindruck bei der Ankunft im Ort.
Da d' Gaby un de Erich regelmäßig mit Berufstätigen und vollbeschäftigten Rentnern unterwegs sind, fanden sich für die Ende Juni geplante Ausfahrt nach Tirol nicht genügend Teilnehmer, also wurde der Kurzurlaub zu Hause verbracht.
Der Freitag versprach eine Pause in der Hitzewelle. Die nützten die beiden Wanderplaner für eine Vorwanderung bei Wildbad.
Die Sommerbergbahn bringt Gäste ganz bequem den steilen Berg hinauf. Am Baumwipfelpfad vorbei begann die Tour hinüber zur Wild Line. Der Preis von 9,-- Euro pro Person ist ordentlich, vor allem, wenn man eine Rundtour plant und nur einmal drüber geht. Trotzdem ein Erlebnis, das sich lohnt. Wer sich nicht darüber traut, kann ganz bequem auf dem Märchenweg daran vorbei gehen. Auf diesem bleibt man dann auch in Richtung Grünhütte und kommt an einem sehr schönen Rastplatz bei den 5 Bäumen vorbei. Die Heilbronner hatten sich für diese Tour den Wendenstein und die Alexanderschanze vorgenommen und wichen deshalb von der Route ab. Bei sommerlichen Temperaturen sollten sich nur geübte und kreislaufstabile Wanderer an diese Strecke wagen, denn über die Höhe ist der Wald so licht, dass man einen großen Teil in der Sonne geht und das gerade zur Mittagszeit. Es bedarf aber keiner großen Anstrengung, durch die Seilbahn ist die Höhe erreicht und es gibt nur kurze sanfte Anstiege mit herrlichen Aussichten.
Etwas verwundert waren die beiden Wanderer über die Ruhe in den Wäldern rund um Bad Wildbad. Das fröhliche Lachen und Kreischen der Kinder, die die Rutsche beim Baumwipfelpfad nutzten, war bald nicht mehr zu hören und die Wild Line hatten sie schon fast für sich alleine. Am Rastplatz bei der Mittagspause war keine Menschenseele und die mitgebrachte Decke verleitete zu einem Schläfchen im Schatten. Der Märchenpfad besitzt so einen Zauber, dass man das Gefühl hat, es müsste jeden Moment ein Wolf, der Riese oder zumindest der Kohlenmunk-Peter um die Ecke kommen. Obgleich die Hitze dem Wald schadet, was auch nicht zu übersehen ist, so entlockt die Sonne doch den Bäumen einen würzigen Duft nach Harz und Fichtennadeln. Immerhin bewegt man sich in 800 Meter Höhe und kann gut durchatmen. Auch konnten die Wanderer nicht widerstehen ein paar Heidelbeeren zu pflücken. Die ersten sind tatsächlich schon reif und süß und die Ausbeute reichte für einen frischen Jogurt am Abend. Herrlich den Geschmack des Tages nochmal Revue passieren zu lassen. 
Am Soldatenbrunnen vorbei ging es auf der Rennbachschneiße oberhalb des Rennbächles auf die andere Seite hinunter zur Paulinenhöhe. Von dort die Himmelsleiter hinunter und zurück in den Ort. Inzwischen war es Zeit für eine Einkehr. Noch schnell im kühlen Parkhaus die Wanderstiefel gegen Sandalen getauscht und schon ging es weiter in den Kurpark. Ein Eisbecher gab die Kräfte zurück und es folgten nochmal 4 km durch den schattigen, königlichen Park. So war ein schöner Ferientag gemütlich genossen und Pläne für eine weitere Wanderung entstanden. Wandern mit d'r Gaby un em Erich kommt wieder in das Bad der Könige, Bad Wildbad. 
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