Von Klingenberg nach Nordheim

Auf der Anhöhe über Klingenberg
Irene Sieber und Hiltrud Kurz führten  durch eine noch ursprünglich gemauerte, bemooste Hohl von der Bushaltestelle zur Anhöhe über Klingenberg. Von da an nahm die Natur die Ausflügler in den Kreislauf ihres Tanzes auf. Bei klarer Sicht war der Heuchelberg, der Stromberg und das Hörnle in der Ferne auszumachen. Auf angenehmen Wegen war die Fülle des Herbstes zwischen den bestellten Feldern und den Kleingärten spürbar. Der Wind zog sich goldene Handschuhe an um die emsig ausharrenden Blätter von ihren Baumwipfeln zu fegen und um den schon gut eingepackten Kneippianern eine Vorahnung von dem Schmuddelwetter zu geben. Noch klopften die reifen Früchte auf den Boden und die Vielfalt an Blumen tummelte sich in buntem Gewand. Sie alle freuten sich ihres gedeihlichen Daseins und von dieser Welt zu sein. Gelassenen Schrittes wurde in offenen erhabenen Weiten das 6 km entfernte Ziel Nordheim angesteuert. Am dortigen Brunnen ist zu erfahren, dass der Neckname der Bürger Glockenstupfer ist: Im 18. Jahrhundert drohte durch französische Truppen Gefahr und die Kirchenglocke wurde kurzerhand im Neckar versenkt. Nach Abzug der Feinde stupfte man nach ihr und barg sie somit. Bei der fröhlichen Einkehr wurde aber nicht gefischt und gestochert, es wurde geschlemmt und sich des Lebens gefreut. I.R.
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