Zacharias, der Armenier

Rosen für den sympathischen Erzähler: Ingrid Wegerhoff, Bildungsreferentin der Katholischen Erwachsenenbildung Heilbronn, bedankt sich zum Abschluss des Abends bei Zakar Baumann.
Heilbronn: KEB - Katholische Erwachsenenbildung | Was bewirkt es mit einem Volk, wenn bis zu 1,5 Millionen seiner Angehörigen einem Genozid zum Opfer fallen? Vielleicht macht es die Überlebenden und ihre Nachfahren zu "Kämpfern", meinte Ingrid Wegerhoff, Organisatorin des jüngsten Erzählcafés von Katholischer Erwachsenenbildung Heilbronn und Erzählwerkstatt für Menschen aus aller Welt, in Erinnerung an den Völkermord an den Armeniern in der Türkei zwischen 1915 und 1923.

Ein Kämpfer ist der Heilbronner Zakar Baumann sicherlich, dessen von Erzählwerkstatt-Mitbegründerin Christel Banghard-Jöst nacherzählte Lebensgeschichte "Zacharias, der Armenier" an dem Abend im Heilbronner Heinrich-Fries-Haus vorgestellt wurde: In Istanbul aufgewachsen, wurde der gebürtige Armenier schon früh mit der Erfahrung konfrontiert, zu einer oft benachteiligten und diskriminierten Volksgruppe zu gehören. 

Als Baumann später mit seiner Familie nach Heilbronn übersiedelte, musste er auch hier hart um seine Integration in die Gesellschaft kämpfen. Trotzdem wirkte der sympathische Erzähler wie jemand, der mit sich im Reinen ist. 

Musikalisch untermalt wurde die Lesung von der Sontheimer Sängerin Devrim Kavalli, die ohne instrumentale Begleitung armenische Lieder vortrug und allein mit ihrer ausdrucksvollen Stimme tiefe Emotionen transportierte.
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