Ein Blick in mein Archiv - Kakteen #2

Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1985-1999 und wurden damals natürlich noch auf Diafilm gemacht. Digitalisiert habe ich sie dann 2013 mit einem Epson Perfection V600 Photo Scanner.

Die kleinste Blüte hat etwa 1-1,5 cm Durchmesser, die größten liegen bei 14-16 cm
Bild 5 und Bild 9. Die beiden letzteren gehören zu denen, die Abends aufblühen und am frühen Vormittag verblüht sind. Um in dieser kurzen Zeit und im Dunkeln Bestäuber anzulocken, müssen ihre Blüten groß und leuchtend hell sein.

Dann habe ich noch ein besonderes Schmankerl mit einer gewissen historischen Bedeutung:

Makrogalerien anno '98

Nostalgisches - gescannt 1998-2001 vom Dia (Nikon LS30) und die Web-Seiten soweit möglich im Originalzustand belassen :-)

Ich war einer der ersten, der zu Anfangszeiten des WWW derartige hochwertige Fotos in einer solchen Größe - man bedenke: damals[tm] waren die Bilder bildschirmfüllend(*) ! - frei verfügbar bereitgestellt hat.

Dazu habe ich Mails aus allen Kontinenten bekommen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Mailwechsel mit einem Professor aus einer Stadt in Asien, der auch Kakteen hatte und sich bitter beklagte, dass noch nie einer geblüht habe und fragte, was er denn machen müsse, um auch so tolle Blüten zu bekommen. Er war sehr traurig, als ich ihm erklären musste, dass die nötigen Sommer/Winter- und Tag/Nachttemperatur-Wechsel in seiner Heimat nicht möglich sind.

Man bedenke: damals gab es keinerlei Seiten, auf die man Bilder hochladen konnte und 'soziale Medien' waren noch die Stammkneipe und das Lieblingsrestaurant :-) Der Kommerz begann erst langsam, sich im WWW breit zu machen.

Es gab auch keine Hilfsmittel, mit denen man Webseiten erstellen hätte können, von sowas luxuriösem wie das 'Publishing System', mit dem Meine.Stimme betrieben wird, ganz zu schweigen.

Den HTML-Code einer Webseite tippte man mit einem Texteditor ein und dazu musste man natürlich die HTML-Sprache beherrschen. Anders gesagt: nur richtige Nerds konnten damals was ins www stellen :-)


So, liebe Kinder, jetzt hat Opa mal wieder genug vom Krieg erzählt!
;-)



(*) der Luxusmonitor, der für Zuhause bezahlbar war, hatte SVGA mit einer Auflösung von 1024 × 768 Pixel. Die meisten Monitore hatten aber nur VGA-Auflösung von 640 × 480 Pixel
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4 Kommentare
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Anneliese Herold aus Oedheim | 27.04.2020 | 11:18  
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Gudrun Vogelmann aus Bad Friedrichshall | 27.04.2020 | 12:24  
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Uschi Pohl aus Heilbronn | 27.04.2020 | 13:50  
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 27.04.2020 | 14:42  
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