Klima-Aktionstag 2017 in Heilbronn

Mamadou Mbodji, Präsident des African NatureFriends Network
Unter Federführung der Naturfreunde Baden-Württemberg organisierte das Bündnis aus DGB, Lokaler Agenda und Energiewende den Klima-Aktionstag am 3. Oktober im Gewerkschaftshaus. "Mit so vielen Besuchern haben wir nicht gerechnet" freut sich Alexander Habermeier, Umweltreferent der NaturFreunde.
Schon der Workshop nachmittags war mit über 30 Teilnehmern gut besucht. Dass zum Vortrag des Senegalesen Mamadou Mbodji 180 Menschen kamen, begeistert die Veranstalter. Oberbürgermeister Harry Mergel wies in seinem Grußwort darauf hin, dass Heilbronn mit Klimaschutzleitstelle und Klimamanager gut aufgestellt sei.
Herr Mbodji, Vizepräsident der NaturFreunde International, zeigte in seinem Vortrag deutlich, dass die afrikanischen Völker sich ohne Hilfe nicht in ausreichender Weise dem Klimawandel stellen könnten. Internationale Hilfe sei wichtig, da Afrikas Anteil an der Produktion von Treibhausgasen unter 4% läge, aber 95% der Folgen tragen müsse. Trockenzeiten, Ernteausfälle, zunehmende Wüstenbildung und Landverlust an das Meer verstärke die Flucht aus ländlichen Gebieten. Innerhalb Afrikas seien bereits 65 Millionen Menschen auf Wanderschaft. "Diese Menschen müssen eine Lebensperspektive erhalten, sonst sei es nur eine Frage der Zeit, bis ihr Weg nach Norden führe", gab Mbodji zu bedenken.
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