Landschaftspflegetag in Güglingen am Hummelberg

Thomas Elsässer von der Unteren Naturschutzbehörde zeigt den Kindern ein großes Hornissennest
Große Erfolge für Groß und Klein zeigten sich am 8. Landschaftspflegetag der Stadt Güglingen, welcher vergangenen Samstag am Hummelberg stattfand. Gemeinsam arbeiteten Bauhof, Naturschützer von BUND und NABU und der Landschaftserhaltungsverband einen Vormittag für den Artenschutz.
Eine bestehende Trockenmauer wurde auf das Doppelte verlängert, bzw. die ersten Steine dafür verlegt. Der Bauhof wird die Fertigstellung übernehmen, da eine Trockenmauer nicht an einem Vormittag erbaut werden kann. Die neue Mauer, in südexponierter Lage, soll zukünftig den Lebensraum der dort vorkommenden wärmeliebenden Tierarten wie z.B. Mauereidechsen aber auch Wildbienen vergrößern.
Die 2. Klasse der Katharina-Kepler-Schule mit ihrer Klassenlehrerin Janina Kemmler hörte zum Thema Insekten einen interessanten Vortrag von Thomas Elsässer von der Unteren Naturschutzbehörde um zukünftig verschiedene Hummeln, Wespen und Bienenarten sowie deren Lebensweise und Nester gut unterscheiden zu können. Speziell die Wildbienen, konnten die Kinder lernen, nisten gerne zwischen den Spalten der neu errichteten Trockenmauer, wärmen sich aber auch gerne an den Steinen. Im Vortrag wurden nicht nur bekannte Arten wie die Deutsche Wespe oder Honigbiene sondern auch solche, wie die wärmeliebende Holzbiene vorgestellt. Bei dieser Art handelt es sich um die größte vorkommende Bienenart in Deutschland. Besonders die vielen verschiedenen Nester zum Anfassen, die Herr Elsässer mitgebracht hatte, konnten die Kinder begeistern. Die Nester, gebaut aus zerkauten Holzfasern, sind sehr leicht und fühlen sich papierartig an. Auch die verschiedenen Arten, die Herr Elsässer als präparierte Totfunde dabei hatte, machten großen Eindruck auf die Kinder. Sie lernten, dass Feldwespen besonders lange Beine haben, die Holzbiene die größte bei uns vorkommende Wildbiene ist, Honigbienen keine Wildbienen sondern eher Nutztiere sind und dass die Hornissen gar nicht gerne Menschen stechen. Ein Quiz am Ende des Vortrags meisterten die Kinder so gut, dass Herr Elsässer als Gewinn jedem Kind auch noch ein Tütchen mit Wildblumensamen für 2 m² Insektenparadies für 2022 und ein Tütchen Gummibärchen als Dank mitgeben konnte.
Im Anschluss befreiten die Kinder mit Zangen und Eimer fleißig die Hänge am Gewann Hummelberg von Müll. Mit solchen Müllbergen hatte niemand gerechnet, besonders auch die Zusammensetzung der Funde (Kanister, Glas-Pfandflaschen, Plastikflasche, Gemüsedosen und Unmengen Zigarettenkippen) überraschte die Kinder, da Mülleimer im näheren Umfeld zur Verfügung stehen. Nach einem gemeinsamen Mittagssnack, den die Stadt Güglingen bei einer örtlichen Bäckerei besorgt hatte, wurde der sonnige und erfolgreiche Arbeitseinsatz gegen 12:30 Uhr beendet.
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