Mitmach-Aktion gegen Lichtverschmutzung: Licht aus!

(Foto: BUND Baden-Württtemberg)

Lichtverschmutzung bedroht weiterhin unsere Insekten und andere Arten - und kostet Energie und Geld. Deshalb setzt der BUND Baden-Württemberg seine Mitmach-Aktion "Licht aus für unsere Insekten" fort. Wir rufen alle dazu auf, beleuchtete Fassaden von Denkmälern sowie Kirchtürmen oder nach Ladenschluss beleuchtete Parkplätze und Gewerbeflächen per E-Mail an lichtaus@bund.net bei uns zu melden - am besten mit Foto.

Insektenschutz gesetzlich vorgeschrieben…

Längst hat der Mensch die Nacht zum Tag gemacht: mit Straßenlaternen, Leuchtreklamen, beleuchteten Schaufenster, Ambiente-(Solar-)leuchten in Gärten, mit angestrahlten historischen Gebäuden, Kirchen und Denkmälern. Lichtverschmutzung hat dramatische Auswirkungen auf unsere Tierwelt: Das Fortpflanzungsverhalten der Tiere wird gestört, sie verlieren die Orientierung und/oder sterben an Erschöpfung, nach stundenlangem Kreisen um die “künstlichen Monde” . Die Hälfte der in Deutschland lebenden Insekten ist nachtaktiv und auf die Dunkelheit spezialisiert: Sie sehen noch geringste Lichtstärken. In riesigen Scharen werden sie vom Licht angezogen und aus ihren Lebensräumen herausgerissen. Weniger Insekten bedeuten auch weniger Futter für Vögel und Fledermäuse.

Gesetzlich gibt es seit April 2021 eine klare Regelung, um das Insektensterben abzumildern: Gebäude der öffentlichen Hand dürfen in den Sommermonaten gar nicht mehr beleuchtet sein, im Winter nur bis 22 Uhr. Doch es mangelt schon hier an der Rechtsdurchsetzung. Es fehlt zudem insgesamt an konsequenter Öffentlichkeitsarbeit auch über die technischen Möglichkeiten, ob für kommunale oder industrielle Entscheidungsträger*innen.

Mitmach-Aktion „Licht aus“

Höchste Zeit, nun “von unten” Druck zu machen, damit der gesetzlich gewollte Artenschutz umgesetzt wird. Wir rufen Bürgerinnen und Bürger auf, unnötig beleuchtete öffentliche Gebäude und Plätze, Kirchen, Parkplätze oder Gewerbeflächen zu melden - am besten mit Fotos. Die E-Mail-Adresse dafür lautet: lichtaus@bund.net. Die eingehenden Meldungen sammelt der BUND Baden-Württemberg auf einer Karte auf der Webseite und schlägt dann Kommunen, Firmen und Kirchen insektenfreundliche Alternativen vor. Denn das Problem ist schnell und einfach zu lösen: Wer mit bernsteinfarbenen LEDs und reduzierter Helligkeit beleuchtet, schont die Umwelt doppelt. Er spart Strom und schützt die heimischen Tiere und Pflanzen.
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