Online-Mitmach-Aktion: Insektenfreundliche Gärten

Gärten sind Lebensräume! Helfen auch Sie mit, das Artensterben zu stoppen und machen Sie Ihren Garten zum Refugium für Wildbienen, Schmetterlinge, Igel & Co. (Foto: pixabay.com)
 
Überall in Deutschland werden derzeit insektenfreundliche Gärten in die BUND-Karte eingetragen. Machen Sie mit!
Kleingärten und Balkone haben riesiges Potenzial für die Biodiversität, sofern sie ohne Pestizide, Torf und Mineraldünger bewirtschaftet werden. Machen Sie mit: Gemeinsam wollen wir einen großen, vernetzten Naturpark aus Hobbygärten schaffen, damit sich Insekten und andere Tiere und Pflanzen wieder wohlfühlen und ausbreiten. Schaffen auch Sie Lebensräume in Ihrem Garten und tragen Sie Ihren Garten dann online in die BUND-Karte ein!

17 Millionen Chancen auf mehr Artenvielfalt

In Deutschland gibt es 17 Millionen Privat- und Kleingärten mit einer Gesamtfläche von 930.000 Hektar. Das entspricht 2,6 Prozent der Gesamtfläche unseres Landes. Eine Million Kleingärten, die in Vereinen organisiert sind, nehmen eine Fläche von 40.000 Hektar ein. Es wäre ein großer Gewinn für die Artenvielfalt, wenn diese gesamte Gartenfläche giftfrei und naturnah bewirtschaftet würde, so dass neue Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleinsäuger entstehen können. Durch die flächendeckende Verteilung der Kleingärten kann ein wertvoller Biotopverbund entstehen, der die Ausbreitung von seltenen Arten begünstigt. Gestalten auch Sie Ihren Garten insektenfreundlich und helfen Sie mit beim Aufbau eines großen Biotopverbundes naturnaher Kleingärten. Gern können Sie Ihren Garten auch in unsere Online-Karte eintragen, so werden immer mehr Menschen angeregt, bei dem Projekt mitzumachen.

Unter dem Link https://www.bund.net/umweltgifte/pestizide/insektenfreundlicher-garten/ finden Sie das Garten-Netzwerk, das immer enger geknüpft werden will. Seien auch Sie Teil davon!

Zehn Schritte für mehr Artenvielfalt im Garten


  • Heimische Wildpflanzen anpflanzen und Blühwiesen anlegen, denn nach Schlüssel-Schloss-Prinzip sind unsere heimischen Arten auf sie angepasst, nicht auf Exoten.
  • Heimische Bäume und Hecken geben Nahrung und Versteck für Insekten, Vögel und Kleinsäuger. Wählen sie alte Obstsorten, Schlehe, Beeren, Weidenarten, Heckenrosen, Weißdorn, heimischen Wachholder und Eberesche.
  • Lassen Sie wilde Ecken zu, in denen Natur sich selbst überlassen wird. Ob verblühte Staudenstängel, Laubhaufen im Herbst oder Reisighaufen: Sie alle dienen als Kinderstube, Versteck oder Winterquartier für viele Arten.
  • Totholz ist Lebensraum, auch für viele Nützlinge, die ungewünschte Insekten im Garten in Schach halten. Größere Totholzhaufen sind beliebte Winterplätze für Igel und Erdkröten.
  • Schaffen Sie Nisthilfen oder Nistplätze für Vögel und Insekten. Übrigens: Die meisten Wildbienen brauchen sandige, offene Bodenflächen für ihre Kinderstuben.
  • Schaffen Sie Wasserstellen, in denen Tiere nicht ertrinken können: am besten eine flache Schale mit Steinen oder Holz zum Landen für Biene & Co.
  • Mähen Sie spät und selten - und nutzen Sie zum Schutz von Igeln und anderen Nützlingen keinen Mähroboter! Begrenzen Sie den klassischen Rasen mit entsprechender Pflege auf kleinere Zonen und stellen den Rest auf einen Kräuterrasen oder eine Blühwiese um.
  • Wahl der richtigen Kulturpflanzen: Wählen Sie samenfeste, alte Sorten. Steht F1 auf der Samentüte, handelt es sich um Hybridsaatgut und eine Vermehrung funktioniert nicht.
  • Gärtnerische Tricks lauten: Mischkultur statt Monokultur, Beetmulchung zur Düngung und zum Schutz vor Austrocknung, Pflanzen-Jauchen zu Stärkung und Schutz, Einsatz von Nützlingen statt Chemie
  • Keine Pestizide, kein Torf, keine synthetischen Dünger: Das Totalherbizid Glyphosat (z. B. in Round Up) tötet alle nicht gentechnisch resistent gemachten Pflanzen ab, die Nahrung von Wildbienen und Schmetterlinge. Verwenden Sie Ihren eigenen Kompost oder torffreie Erde, denn die Torfgewinnung vernichtet seltene Moor-Ökosysteme und setzt CO2 frei. Synthetische Dünger werden aus fossilen Energieträgern gewonnen und führen oft zu hohen Nitratgehalten.

Werden Sie Teil des großen Netzwerkes insektenfreundlicher Gärten! Helfen Sie mit, damit auch Ihre Kinder und Kindeskinder eine lebenswerte Umwelt genießen können. Belohnt werden Sie und Ihre Lieben mit wunderbaren Naturerlebnissen im eigenen Garten. Versprochen! Hier nochmal der Link: https://www.bund.net/umweltgifte/pestizide/insektenfreundlicher-garten/
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