Wander Gabys Heilbronner Pflanzenwelt - Eisenkraut - Verbena officinalis

Die kleinen Blüten in Makroaufnahme.
Zurzeit begegnet es den Wanderern oft am Wegesrand und auf den Trockenen Wiesen, obwohl es eigentlich viel Wasser braucht. Vielleicht ist es deshalb dieses Jahr noch so spät zu finden.
Es stammt aus dem Mittelmeerraum. Zahlreiche Mythen gibt es um dieses Kräutlein. So sollen die Blutungen Jesu bei der Kreuzigung mit Eisenkraut gestillt worden sein. Druiden sollen daraus magische Zaubertränke gebraut haben und die Römer sollen die Altäre nach Opferhandlungen damit gereinigt haben.
Im Mittelalter gab es wohl eine Salbe, die vor Krankheiten schützen sollte: " Eisenkraut und Dill, hindert der Hexen Will'".
Und wären da nicht die kleinen, hübschen, blasslila Blüten, man würde es heutzutage beim Spaziergang glatt übersehen. 
Seine Heilwirkung hat es wohl zur Stärkung des Nervensystems, bei Leberbeschwerden und Harnwegsinfekten. 
Über die Anwendung ist hier nichts bekannt. Vor der Verwendung der Blätter als Tee wird gewarnt und in der Schwangerschaft soll man auf Eisenkraut verzichten.
Wichtig zu wissen ist auch, dass der Handel oft die Zitronenverbene (Aloysia trihylla) als Eisenkraut anbietet. Sie duftet herrlich nach Zitronen und enthält ätherisches Öl. Das echte Eisenkraut ist aber bitter. Sehr selten findet man es heute in Hustenmitteln.
Seinen Namen hat es daher, dass man es früher bei der Eisenverhüttung in die Schmelze gab. Der enthaltene Kohlenstoff härtete das Metall.
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