Wander Gabys Heilbronner Pflanzenwelt - Färberwaid - Isatis tinctoria

Bei der Sonnenaufgangswanderung Mitte April 2018 waren die Blüten noch geschlossen. Dies ist aber ein typischer Standort des Färberwaid an Wegen und Steinbrüchen/Mauern. Überall dort wo Wärme gespeichert wird.
Heilbronn: Heilbronner Stadtwald | Das Färberwaid wird auch deutsche Indigo genannt.
Die Pflanze kommt aus Asien und ist ein Archäophyt. D.h. sie wurde bereits im Altertum, vor 1492 in Deutschland kultiviert. Sie ist aus der Kultur verwildert.

Obwohl Färberwaid am Heilbronner Wartberg in Massen blüht, gilt die Pflanze insgesamt in Deutschland als zerstreut. Der Färberwaid ist schwach giftig.

Die Blätter liefern den Farbstoff. Aber erst nach deren Gärung und Zugabe von gefaultem Urin wurde das Färberbad angesetzt. Der gefärbte Stoff erschien dann grüngelb und erst beim Trocknen wurde er dann allmählich blau.

Dem Färberwaid ist das montags "blau machen" zu verdanken. Die Trockenleinen der Färbereien war durch die 48stündige Trocknung belegt, sodass man sonn- und montags trockenete. Man konnte in der Zeit keine anderen Tücher aufhängen und musste warten, bis montags der Stoff blau wurde.

Als ökologische Farbe ist das "Erfurter Blau" heut' noch bekannt.
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