Wander Gabys Heilbronner Pflanzenwelt - Katzenschweif - Conyza canadensis

10. September 2015 im Heilbronner Wald, gerade am Verblühen kann man schon nachvollziehen, warum der Name "Katzenschweif" gut auf das Aussehen der Pflanze hinweist.
Heilbronn: Heilbronner Stadtwald | Der Katzenschweif wird auch "Kanadisches Berufkraut" genannt. Sehr verwirrend. Eben wurde der Feinstrahl als Berufkraut und ebenfalls aus Kanada / Nordamerika eingeschleppt bezeichnet. Na was denn nun?

Also nach Ansicht der Wander Gaby sind beide überhaupt nicht zu verwechseln. Die Pflanzen sehen sich nicht ähnlich, obwohl sie verwandt sein sollen. Also wenn man die deutschen Bezeichnungen Katzenschweif und Feinstrahl benutzt, dann sind diese so typisch, dass eine Verwandtschaft kaum vorstellbar ist. Doch beide sind auf jeden Fall Korblütengewächse.
Die Wissenschaft sorgt ebenfalls für Verwirrung. Einmal soll Conyza für Berufkraut stehen, dann wieder Erigeron. So hat der Feinstrahl auch den weiteren wissenschaftlichen Namen Conyza albina, also weißes Berufkraut.
Der Katzenschweif wird auch als Erigeron canadensis bezeichnet.
Laut Wikipedia soll die Systematik so ein, dass Conyza bei Erigeron eingeordnet wurde.

Beide Pflanzen sind als Neophyt zu uns gekommen, d.h. sie wurden in Gärten eingeführt als Zierpflanzen und sind dann ausgewildert. Nun sind sie teilweise ein Problem, was auch der Name im englischen, horseweed = Pferdeunkraut ausdrückt.

Man kann nachlesen, dass sie beide auch als Heilpflanzen verwendet werden können, doch da die Nutzung von Heilkräutern ihre "Hochzeit" hatte, als diese Berufkräuter noch nicht in Europa bekannt waren, ist ihre Heilwirkung auch heute noch kaum erwähnt.

Und allen Abergläubigen sei gesagt, es ist besser man hat zwei Kräuter gegen Berufungen (Heimsuchungen/Verhexungen) als nur eines.
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