Wander Gabys Heilbronner Pflanzenwelt - Schachtelhalm - Equisetum

Es handelt sich hier keinesfalls, wie der Laie denken könnte, um einen Pilz, sondern einen sporentragenden(fertilen) Trieb des Schachtelhalms.
Heilbronn: Heilbronner Stadtwald | So lästig wie der Schachtelhalm im Garten sein kann, so faszinierend ist diese Heilpflanze in ihrer Verwandlung und Nutzung.
Der Schachtelhalm wird auch Zinnkraut genannt, da die getrockneten Stängel zum Polieren und Reinigen von Metall (Zinn) verwendet wurden.
Ein Sud aus Schachtelhalm kann gegen weißen Flecken auf den Fingernägeln helfen, wenn diese aufgrund von Kalziummangel entstehen. Kräuterkundige verwenden ihn auch für Tee, hier ist aber Vorsicht geboten, denn der Sumpfschachtelhalm ist giftig. Außerdem sollte man Rücksprache mit dem Arzt halten.
In der Kosmetik wird er als Haartonikum und Festiger verwendet.
Den Namen Schachtelhalm hat er von den verschachtelten Blättern, die man an den Achsen auseinanderziehen kann.
Sehr interessant ist die Vermehrung. Sie kann durch Ableger erfolgen, alle Teile der Wurzel können verwendet werden.
Die grünen Triebe, die ab Mai wachsen, sind steril. Lediglich die wie Pilze aussehenden, frühen Triebe, tragen ähnlich wie Farne Sporen und diese verbreiten sich mit dem Wind. Dann sterben diese Triebe ab und die grünen kommen danach.
Die Pflanze ist auch deshalb interessant, weil es sie seit Urzeit gibt, sie sich kaum verändert hat und eigentlich keine Schädlinge oder Krankheiten kennt.
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