Wander Gabys Heilbronner Pflanzenwelt - Schwalbenwurz - Vincetoxicum hirundinaria

Bild vom 29. Mai 2018 bei Oberheinriet
Heilbronn: Heilbronner Stadtwald | Der Schwalbenwurz gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse. Wie in Wikipedia zu lesen ist, ist es das einzige Seidenpflanzengewächs, das bei uns heimisch ist.

Der Schwalbenwurz ist giftig und kann ähnlich wie der Eisenhut durch Atemlähmung zum Tod führen. Allerdings wurde er auch als Heilpflanze genutzt, hat aber in der Schulmedizin keine Bedeutung mehr.

Die Staude wächst im Heilbronner Wald entlang des Randweges am Galgenberg, dort ist sie den Wanderinnen heute nochmals besonders aufgefallen, da die Form ihrer Früchte etwas an Paprika erinnert. Sonst kommt sie zerstreut vor.

Die Samen in den Kapseln haben seidenglänzende Haare, woher der Familienname "Seidenpflanzengewächs" wohl kommt.

Durch den fischartigen Geruch der Pflanze werden vorwiegend Fliegen angelockt. Schmeißfliegen können die Samen verbreiten, indem sie in den Klemmkörper der Blüte treten und so deren Pollenpaket mit ihrem Bein wieder herausziehen können. Kleinere Fliegenarten bleiben darin stecken.

Bemerkenswert ist, dass die Abteilung, in der die Pflanze im Heilbronner Wald vorkommt "Fischmarkt" heißt. Ist es vorstellbar, dass der Name von dem fischigen Geruch der Schwalbenwurz kommt?
Nein, da gibt es Quellen, wo nachzulesen ist, dass Fischmarkt von Vischmarkh und das von Wisch kommt, also ein Strohbündel bezeichnet. Das Strohbüschel war früher ein Wahrzeichen an verbotenen Wegen und Mark bedeutet irgendwie eine Grenze. Auch ist nicht mehr ganz klar, wo genau die ehemalige Flur lag. Der Name deutet also eher auf eine Grenze zwischen zwei Waldweidegebieten hin.
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